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Pierre Kromat  ·  Tech & KI · Praxis
Tool · 06/2026 · DACH

Claude Starter-Kit

Sofort einsatzbereit

Fünf Skills, ein Regelwerk, der erste Prompt und ein lauffähiges Beispiel — als ZIP für die Claude Desktop-App.

Paket laden (ZIP) →
ZIP · fünf Skills + Regelwerk + Starter-Prompt + Beispiel · kostenlos

Das Paket enthält alles, was ein Einsteiger braucht, um Claude ab der ersten Sitzung produktiv zu nutzen:

  • memory — speichert Entscheidungen und Projekte über Sitzungsgrenzen hinweg
  • ask — verhindert, dass Claude rät statt fragt
  • handover — erzeugt am Sitzungsende einen Übergabepunkt für die nächste Sitzung
  • local-html — baut kleine Offline-Tools als einzelne HTML-Datei, kein Server nötig
  • skill-creator — führt Schritt für Schritt durch den Bau eigener Skills
  • CLAUDE.md — Regelwerk für kürzere, strukturiertere Antworten; einmal in den Arbeitsordner legen
  • Starter-Prompt — die fertige erste Nachricht für die erste Sitzung, als Textdatei im Paket und weiter unten auf dieser Seite
  • Beispiel-Tool — fertiges HTML-Formular als Vorlage für eigene local-html-Skills

Ausgangspunkt ist die Claude Desktop-App auf Ihrem Rechner; Voraussetzung ein bezahltes Claude-Abo. Die folgende Anleitung führt in fünf Schritten durch das Einrichten, erklärt danach vier Grundsätze für die tägliche Arbeit und endet mit dem ersten Prompt — die gleiche Kurzfassung liegt als README.md auch im Paket.

Schritt 1 · Vorbereitung

Die Claude Desktop-App installieren

Ausgangspunkt für alles Weitere ist die Claude Desktop-App — nicht der Browser. Laden Sie die App unter claude.ai/download für Windows oder Mac herunter und melden Sie sich mit Ihrem Claude-Konto an; Voraussetzung ist ein bezahltes Abo (etwa Pro), die kostenlose Stufe reicht nicht. Der entscheidende Vorteil der Desktop-App: Claude arbeitet direkt mit einem Ordner auf Ihrem Rechner — es liest, erstellt und speichert Dateien dort selbst, statt dass Sie alles einzeln hoch- und herunterladen müssen.

Schritt 2 · Dateiablage anlegen

Ein fester Ort unter C:\ für alles, was Claude baut

Legen Sie im Windows-Explorer den Ordner C:\Claude an, darin die zwei Unterordner Projekte und Tools. Am Mac gilt dasselbe Prinzip: Legen Sie den Ordner Claude direkt in Ihrem Benutzerordner an, mit denselben zwei Unterordnern. Der Pfad ist bewusst kurz, direkt unter C:\ und ohne Leerzeichen — das vermeidet später Ärger mit langen Pfaden und Cloud-Sync-Umleitungen. In Projekte bekommt jedes Vorhaben einen eigenen Unterordner, etwa C:\Claude\Projekte\Haushaltsbuch; in Tools sammeln Sie die kleinen Werkzeuge, die Claude als HTML-Datei baut. Diesen Ordner wählen Sie künftig in der Desktop-App als Arbeitsordner, wenn Sie eine neue Sitzung starten — alles, was Claude erzeugt, landet dann automatisch dort und nie verstreut auf dem Desktop oder im Downloads-Ordner.

Schritt 3 · Kit einsortieren

Paket entpacken und in den Ordner kopieren

Entpacken Sie das geladene Paket einmal (Rechtsklick → „Alle extrahieren"; am Mac genügt ein Doppelklick). Kopieren Sie dann die Datei CLAUDE.md in die Wurzel von C:\Claude — sie enthält sechs Grundregeln für kürzere, strukturiertere Antworten (Ergebnis zuerst, einfachste Lösung, nur ändern was nötig ist, Freigabe vor jeder Aktion, fertig erst nach Prüfung), und Claude liest sie zu Beginn jeder Sitzung in diesem Ordner automatisch. Das Beispiel example\notiz-tool.html kopieren Sie nach C:\Claude\Tools. Übrig bleiben die fünf ZIP-Dateien — die kommen im nächsten Schritt in die App.

Schritt 4 · Skills einhängen

Die fünf ZIP-Dateien über „Anpassen" hinzufügen

Öffnen Sie die Desktop-App und klicken Sie in der linken Seitenleiste auf Anpassen, dort auf Skills. Fügen Sie über Skill hinzufügen jede der fünf ZIP-Dateien hinzu — memory, ask, handover, local-html und skill-creator, eine nach der anderen. Wichtig: die fünf ZIPs nicht entpacken — sie werden so hinzugefügt, wie sie sind. Claude erkennt ab sofort selbst, wann ein Skill zur Aufgabe passt, und setzt ihn automatisch ein.

Schritt 5 · Beispiel ansehen

Das mitgelieferte Tool testen

Doppelklicken Sie die eben kopierte Datei C:\Claude\Tools\notiz-tool.html — sie öffnet sich im Browser und läuft vollständig offline, ohne Server und ohne Internet. Sie zeigt, was etwa der local-html-Skill auf Wunsch baut: ein kleines, eigenständiges Werkzeug als einzelne HTML-Datei. Damit ist das Kit eingerichtet.

Grundsatz 1 · Ordnung

Eine Ablage, ein System

Wer mit Claude arbeitet, erzeugt schnell viele Dateien — Entwürfe, Tabellen, Tools, Notizen. Ohne festen Ort verteilt sich das binnen Wochen über Desktop, Downloads und E-Mail-Anhänge, und niemand findet den letzten Stand wieder. Deshalb die Regel aus Schritt 2: Alles, was bleiben soll, gehört in den passenden Ordner unter C:\Claude. Da die Desktop-App direkt in Ihrem Arbeitsordner speichert, entsteht diese Ordnung fast von selbst — sagen Sie Claude am Sitzungsende ruhig: „Welche Dateien sind heute entstanden, und wohin gehören sie?", dann bleibt sie auch erhalten.

Grundsatz 2 · Rollenverteilung

Ordner, Skill und Sitzung haben verschiedene Aufgaben

Die drei Ebenen werden oft verwechselt, dabei ist die Aufteilung einfach. Die CLAUDE.md im Arbeitsordner enthält Regeln, die immer gelten — das Regelwerk aus Schritt 3. Skills sind Fähigkeiten, die Claude sich bei Bedarf dazuholt — einmal über „Anpassen" eingehängt, in jeder Sitzung verfügbar. Die Sitzung selbst enthält nur die konkrete Aufgabe von heute. Das häufigste Einsteiger-Missverständnis ist, alles in die Sitzung zu schreiben: Dann müssen dieselben Erklärungen jedes Mal wiederholt werden. Was dauerhaft gelten soll, gehört in die CLAUDE.md oder in einen Skill — der skill-creator hilft dabei.

Grundsatz 3 · Rhythmus

Sitzungen bewusst beginnen und beenden

Claude startet jede Sitzung ohne Erinnerung an die vorherige — das ist keine Schwäche, sondern Bauart. Der memory-Skill gleicht das aus: Am Anfang einer Sitzung lassen Sie den Stand laden („Lies die MEMORY.md und fass zusammen, wo wir stehen"), am Ende sichern („Aktualisiere die MEMORY.md") — die Datei legt Claude selbst in Ihrem Arbeitsordner an. Wird eine Sitzung lang und träge, erzeugt der handover-Skill einen kompakten Übergabe-Block, den Sie als erste Nachricht in eine frische Sitzung einfügen. Wer diesen Rhythmus einhält, verliert zwischen Sitzungen keine Arbeit und keine Entscheidungen.

Grundsatz 4 · Grenzen

Vertrauen ist gut, Prüfen ist Pflicht

Drei Grenzen gehören von Anfang an dazu. Erstens: Keine Passwörter, Zugangsdaten oder vertraulichen Kundendaten in die Sitzung — auch nicht „nur kurz zum Testen". Zweitens: Ergebnisse prüfen, bevor Sie sie verwenden — Zahlen nachrechnen, Texte gegenlesen, Tools einmal selbst anklicken; Claude arbeitet gut, aber nicht fehlerfrei. Drittens: Das Regelwerk verlangt, dass Claude vor jeder Datei- oder Löschaktion um Freigabe fragt — bestehen Sie darauf, dass das so bleibt. Diese drei Gewohnheiten kosten Sekunden und verhindern die Fehler, die wirklich wehtun.

Zum Start · Der erste Prompt

Die erste Nachricht für die erste Sitzung

Alles ist eingerichtet — jetzt soll etwas passieren. Starten Sie in der Desktop-App eine neue Sitzung, wählen Sie C:\Claude als Arbeitsordner und fügen Sie diese Nachricht ein; sie liegt auch als starter-prompt.txt im Paket:

Ich habe das Claude Starter-Kit eingerichtet: Die fünf Skills memory, ask, handover, local-html und skill-creator sind über Anpassen eingehängt, die CLAUDE.md mit den Grundregeln liegt in meinem Arbeitsordner, und meine Dateiablage ist C:\Claude mit den Unterordnern Projekte und Tools.

Bitte mach jetzt drei Dinge. Erstens: Bestätige kurz, mit welchen Skills und Grundregeln du arbeitest. Zweitens: Lege eine MEMORY.md in meinem Arbeitsordner an und halte darin meine Ablagestruktur und unsere Arbeitsweise fest. Drittens: Schlag mir drei einfache Ideen für ein erstes kleines Werkzeug vor, das du als einzelne HTML-Datei bauen kannst — stell mir Rückfragen, bevor du baust, und speichere das fertige Tool unter C:\Claude\Tools.

Mac-Nutzer passen im Text nur den Pfad an: C:\Claude wird zum Claude-Ordner im Benutzerordner. Claude bestätigt daraufhin die Einrichtung, legt sein Projekt-Gedächtnis direkt im Ordner an und schlägt drei erste Werkzeuge vor — ab da arbeiten Sie einfach im Dialog weiter. Genau so ist das Kit gedacht: einmal sauber aufsetzen, dann jede Sitzung mit Kontext beginnen und mit gesichertem Stand beenden.