Das Paket enthält alles, was ein Einsteiger braucht, um Claude ab der ersten Sitzung produktiv zu nutzen — als eine Plugin-Datei statt fünf Einzel-Uploads:
- starter-setup — richtet den Arbeitsordner beim ersten Start selbst ein: Unterordner, Regelwerk, Gedächtnis, Beispiel-Tool
- memory — speichert Entscheidungen und Projekte über Sitzungsgrenzen hinweg
- ask — verhindert, dass Claude rät statt fragt
- handover — erzeugt am Sitzungsende einen Übergabepunkt für die nächste Sitzung
- local-html — baut kleine Offline-Tools als einzelne HTML-Datei, kein Server nötig
- skill-creator — führt Schritt für Schritt durch den Bau eigener Skills
Regelwerk (CLAUDE.md) und Beispiel-Tool liegen im Plugin und werden nicht mehr von Hand kopiert — der starter-setup-Skill legt sie beim ersten Satz selbst im Arbeitsordner an.
Ausgangspunkt ist die Claude Desktop-App auf Ihrem Rechner; Voraussetzung ein bezahltes Claude-Abo. Die folgende Anleitung führt in vier Schritten durch das Einrichten, erklärt danach vier Grundsätze für die tägliche Arbeit und endet mit dem ersten Satz — die gleiche Kurzfassung liegt als README.md auch im Paket.
Die Claude Desktop-App installieren
Ausgangspunkt für alles Weitere ist die Claude Desktop-App — nicht der Browser. Laden Sie die App unter claude.ai/download für Windows oder Mac herunter und melden Sie sich mit Ihrem Claude-Konto an; Voraussetzung ist ein bezahltes Abo (etwa Pro), die kostenlose Stufe reicht nicht. Der entscheidende Vorteil der Desktop-App: Claude arbeitet direkt mit einem Ordner auf Ihrem Rechner — es liest, erstellt und speichert Dateien dort selbst, statt dass Sie alles einzeln hoch- und herunterladen müssen.
Code-Ausführung einschalten — sonst passiert nichts
Klicken Sie unten links auf Ihren Namen, dann auf Einstellungen und dort auf Fähigkeiten (in der englischen Oberfläche Capabilities). Schalten Sie „Code-Ausführung und Dateierstellung" ein. Dieser eine Schalter ist die Voraussetzung dafür, dass Skills überhaupt geladen werden — ist er aus, erscheint das Kit zwar in der Liste, greift aber nie. Es ist mit Abstand der häufigste Grund, warum ein Einstieg scheinbar grundlos nicht funktioniert, und deshalb steht er hier vor allem anderen.
Schritt 3 · Dateiablage anlegenEin fester Ort für alles, was Claude baut
Legen Sie im Windows-Explorer den Ordner C:\Claude an; am Mac denselben Ordner Claude direkt im Benutzerordner. Der Pfad ist bewusst kurz und ohne Leerzeichen — das vermeidet später Ärger mit langen Pfaden und Cloud-Sync-Umleitungen. Die Unterordner Projekte und Tools müssen Sie nicht selbst anlegen, das übernimmt Claude im letzten Schritt. In Projekte bekommt später jedes Vorhaben einen eigenen Unterordner, etwa C:\Claude\Projekte\Haushaltsbuch; in Tools sammeln sich die kleinen Werkzeuge, die Claude als HTML-Datei baut. Diesen Ordner wählen Sie künftig als Arbeitsordner, wenn Sie eine neue Sitzung starten — alles, was Claude erzeugt, landet dann dort und nie verstreut auf dem Desktop oder im Downloads-Ordner.
Eine Datei über „Anpassen → Plugins" hinzufügen
Öffnen Sie die Desktop-App, klicken Sie in der linken Seitenleiste auf Anpassen (englisch Customize) und wechseln Sie auf den Reiter Plugins. Wählen Sie dort die Option zum Hochladen einer eigenen Plugin-Datei und geben Sie die geladene claude-starter-kit.plugin an. Danach steht das Kit mit allen sechs Skills in der Liste. Wichtig: die Datei nicht entpacken — sie wird hochgeladen, wie sie ist. Am Mac entpacken manche Browser Downloads automatisch; wird aus der Datei ein Ordner, laden Sie sie noch einmal herunter, ohne sie zu öffnen. Claude erkennt ab sofort selbst, wann ein Skill zur Aufgabe passt, und setzt ihn automatisch ein.
Früher lag das Kit als fünf einzelne ZIP-Dateien vor, die nacheinander über „Skills" eingehängt wurden. Der Plugin-Kanal bündelt beliebig viele Skills in einem Paket — statt fünf Uploads und drei kopierten Dateien bleibt ein Upload übrig. Wer die alte Fassung bereits installiert hat, entfernt die fünf Einzel-Skills und behält nur das Plugin, sonst laufen beide Stände parallel.
Grundsatz 1 · OrdnungEine Ablage, ein System
Wer mit Claude arbeitet, erzeugt schnell viele Dateien — Entwürfe, Tabellen, Tools, Notizen. Ohne festen Ort verteilt sich das binnen Wochen über Desktop, Downloads und E-Mail-Anhänge, und niemand findet den letzten Stand wieder. Deshalb die Regel aus Schritt 3: Alles, was bleiben soll, gehört in den passenden Ordner unter C:\Claude. Da die Desktop-App direkt in Ihrem Arbeitsordner speichert, entsteht diese Ordnung fast von selbst — sagen Sie Claude am Sitzungsende ruhig: „Welche Dateien sind heute entstanden, und wohin gehören sie?", dann bleibt sie auch erhalten.
Ordner, Skill und Sitzung haben verschiedene Aufgaben
Die drei Ebenen werden oft verwechselt, dabei ist die Aufteilung einfach. Die CLAUDE.md im Arbeitsordner enthält Regeln, die immer gelten — das Regelwerk, das starter-setup beim ersten Satz anlegt. Skills sind Fähigkeiten, die Claude sich bei Bedarf dazuholt — einmal als Plugin hochgeladen, in jeder Sitzung verfügbar. Die Sitzung selbst enthält nur die konkrete Aufgabe von heute. Das häufigste Einsteiger-Missverständnis ist, alles in die Sitzung zu schreiben: Dann müssen dieselben Erklärungen jedes Mal wiederholt werden. Was dauerhaft gelten soll, gehört in die CLAUDE.md oder in einen Skill — der skill-creator hilft dabei.
Sitzungen bewusst beginnen und beenden
Claude startet jede Sitzung ohne Erinnerung an die vorherige — das ist keine Schwäche, sondern Bauart. Der memory-Skill gleicht das aus: Am Anfang einer Sitzung lassen Sie den Stand laden („Lies die MEMORY.md und fass zusammen, wo wir stehen"), am Ende sichern („Aktualisiere die MEMORY.md") — die Datei legt Claude selbst in Ihrem Arbeitsordner an. Wird eine Sitzung lang und träge, erzeugt der handover-Skill einen kompakten Übergabe-Block, den Sie als erste Nachricht in eine frische Sitzung einfügen. Wer diesen Rhythmus einhält, verliert zwischen Sitzungen keine Arbeit und keine Entscheidungen.
Vertrauen ist gut, Prüfen ist Pflicht
Drei Grenzen gehören von Anfang an dazu. Erstens: Keine Passwörter, Zugangsdaten oder vertraulichen Kundendaten in die Sitzung — auch nicht „nur kurz zum Testen". Zweitens: Ergebnisse prüfen, bevor Sie sie verwenden — Zahlen nachrechnen, Texte gegenlesen, Tools einmal selbst anklicken; Claude arbeitet gut, aber nicht fehlerfrei. Drittens: Das Regelwerk verlangt, dass Claude vor jeder Datei- oder Löschaktion um Freigabe fragt — bestehen Sie darauf, dass das so bleibt. Diese drei Gewohnheiten kosten Sekunden und verhindern die Fehler, die wirklich wehtun.
Zum Start · Der erste SatzEin Satz richtet den Rest ein
Wechseln Sie in der Desktop-App oben auf den Reiter Cowork, starten Sie eine neue Sitzung und wählen Sie dabei C:\Claude als Arbeitsordner. Dann genügt diese eine Nachricht:
Richte das Starter-Kit ein.
Der starter-setup-Skill übernimmt ab hier: Er legt die Unterordner Projekte und Tools an, schreibt die CLAUDE.md mit sechs Grundregeln in die Wurzel des Arbeitsordners (Ergebnis zuerst, einfachste Lösung, nur ändern was nötig ist, Freigabe vor jeder Aktion, fertig erst nach Prüfung), startet das Projekt-Gedächtnis als MEMORY.md, legt ein lauffähiges Beispiel-Tool in Tools ab und schlägt drei erste Werkzeuge vor, die zu Ihrer Arbeit passen. Ab da arbeiten Sie einfach im Dialog weiter.
Genau so ist das Kit gedacht: einmal sauber aufsetzen, dann jede Sitzung mit Kontext beginnen und mit gesichertem Stand beenden.