Psychologischer Wahrnehmungseffekte

Sammlung von Bias
(Sammelbegriff für systematische
fehlerhafte Neigungen beim Wahrnehmen, Erinnern, 
Denken und Urteilen) 

Zusammenstellung einer Liste kognitiver Verzerrungen
(eine weitere gute Seite zu dem Thema ist hier auf Wikipedia zu finden)

21/90-Tages-Regel
Die 21/90-Tages-Regel soll dabei helfen Gewohnheiten zu ändern. Das funktioniert auf der Basis dessen, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist, das vor allem Routinen braucht. Routinen, die uns laut Prinzip der 21/90-Rule, irgendwann unterbewusst steuern und letztendlich zu besseren Menschen machen sollen. Wiederholen wir eine Handlung innerhalb von 21 Tagen (im besten Fall 21 Mal), dann wird aus dieser Handlung eine Gewohnheit. Nach etwa drei Wochen sind wir so geübt und routiniert, sodass die Aufgabe keine Anstrengung mehr auslösen sollte.
(Quelle)

Adverse Selektion / Negativauslese
bezeichnet die Informationsasymmetrie vor Vertragsabschluss, welche letztendlich zur Verdrängung guter Qualität und Marktversagen führt, es zählt nur noch der Preis.
(bsp. Aufträge für eine Autobahnsanierung werden vom Staat immer an den preisgünstigsten vergeben, egal ob die Autobahn über mehrere Monate teil gesperrt ist und keiner daran arbeitet und es Makroökonomisch zu deutlich grösseren Schäden führt)

Allmende Problem
Tragik der Allmende, Tragödie des Allgemeinguts, Allmendeklemme oder Allmendeproblematik bezeichnet ein Modell, nach dem frei verfügbare, aber begrenzte Ressourcen nicht effizient genutzt werden und durch Übernutzung bedroht sind, was auch die Nutzer selbst bedroht. Wikipedia
bsp. Nutzung einer öffentlichen Wiese durch mehrere Schäfer. Solange jeder nur ein Schaf auf die Weide lässt funktioniert es, aber sobald die Schäfer beginnen die Anzahl der Tiere zu erhöhen um den eigenen Gewinn zu steigern, reicht die Grünfläche nicht mehr aus und es kommt zur Übernutzung des Allgemeingutes.

Ambiguität / Mehrdeutigkeit oder Unbestimmtheit (Ellsberg-Paradoxon)
Das Ellsberg-Paradoxon ist ein aus der Entscheidungstheorie bekanntes Phänomen der Entscheidung unter Unsicherheit. Wenn Menschen sich zwischen zwei Optionen entscheiden müssen, und nur bei einer Option die Wahrscheinlichkeitsverteilung bekannt ist, entscheiden sie sich mehrheitlich für diese. Das kann dazu führen, dass das Unabhängigkeits-Axiom der Entscheidungstheorie verletzt wird.
Mit Risiko kann man rechnen mit Unbestimmtheit nicht (Quelle)

Ankereffekt / Anchoring Bias 
Eine beliebige Zahl kann die Kaufentscheidung des Kunden beeinflussen. Eine Schätzung bzw. das Preisempfinden des Kunden wird an eine vorherige Zahl angepasst. Die erste Zahl, ob sinnvoll oder nicht, dient als Anker. Der Ankereffekt spielt bei Preisverhandlungen eine große Rolle, da die zuerst genannte Zahl als Anker für alle späteren Preisvergleiche eine Rolle spielt. Der Verkäufer sollte also versuchen als Erster einen möglichst hohen Anfangspreis zu nennen, von dem er später immer noch abweichen kann. Dieser hohe Ausgangspreis dient aber als hoher Anker. Spätere Preise kommen dem Kunden dadurch vergleichsweise günstig vor. Ankereffekte treten auch auf, wenn der Preisanker für das Urteil eigentlich keine Relevanz hat. Ankereffekte kann man beliebig, z.B. mit einer Warte-, einer Kunden- oder einer Angebotsnummer, erzeugen. (Quelle)

Asymmetrischen Informationsvorsprung
Das Problem nennt die Wissenschaft asymmetrische Information – die eine Seite weiß mehr als die andere. In der Realität ist das fast immer der Fall. So ist stets derjenige im Vorteil, der mehr weiß. In der Folge kommt es zu einer Win-Lose-Lösung. Es sei denn, der andere ist sehr gutwillig.
Für Sie selbst heißt das: Das beste Ergebnis erzielen Sie, wenn Sie das Harvard-Konzept beherrschen, vorher aber gründlich recherchieren und sich einen Informationsvorsprung verschaffen.

Authority Bias / Autoritätsperson
Aus dem Englischen übersetzt-Autoritätsbias ist die Tendenz, der Meinung einer Autoritätsperson eine größere Genauigkeit zuzuschreiben und sich stärker von dieser Meinung beeinflussen zu lassen. Dieses Konzept wird als eine der sogenannten sozialen kognitiven Vorurteile oder kollektiven kognitiven Vorurteile angesehen. 


Auswahlparadoxon
beschreibt, wie eine übermäßige Anzahl von Optionen oft zu Entscheidungsüberforderung führt und die Zufriedenheit mit der getroffenen Wahl verringern kann, da die Vielfalt an Möglichkeiten Entscheidungsangst und potenzielles Bedauern über nicht gewählte Alternativen verstärkt. Bsp. 30-40 Marmeladensorten im Supermarkt vs. 4 -5 im Discounter.

Availability Heuristic / Verfügbarkeitsheuristik
Verfügbarkeitsheuristik ist eine verkürzende kognitive Operation, die zu Urteilsfehlern führt. Sie gehört in der Kognitionspsychologie zu den sogenannten Urteilsheuristiken, die gewissermaßen Faustregeln … Wikipedia


Barnum-Effekt (Horoskop deuten):
Auch als Forer-Effekt bekannt, bezieht sich auf das Phänomen, dass Menschen dazu neigen, vage, allgemeine und nicht spezifische Aussagen über die Persönlichkeit als hochgradig zutreffend für sich selbst zu betrachten, obwohl diese Aussagen praktisch auf jeden zutreffen könnten.

BATNA („Best Alternative To a Negotiated Agreement“)
ist eine im Bereich der Verhandlungsstrategie vorkommendes Akronym und steht für die beste Alternativoption, falls es bei einer Verhandlung nicht zu einer Einigung kommt.
WATNA ist die Abkürzung von Worst Alternative to a Negotiated Agreement
ZOPA liegt, der Zone of Possible Agreement (Quelle)

Baumolsche Kostenkrankheit
beschreibt das Phänomen, dass in Branchen mit geringem Produktivitätswachstum, wie z.B. im Bildungs- oder Gesundheitswesen, die Löhne aufgrund der allgemeinen Lohnentwicklung in der Gesamtwirtschaft steigen, obwohl die Produktivität nicht entsprechend zunimmt. Dies führt zu steigenden Kosten in diesen Sektoren, ohne dass eine entsprechende Steigerung der Produktion oder Effizienz erfolgt.

Ben Franklin Effect
Der Benjamin-Franklin-Effekt beschreibt ein psychologisches Phänomen, wonach wir Menschen sympathischer finden, denen wir einen Gefallen getan haben.
Er geht tatsächlich auf den ehemaligen US-Präsidenten zurück. Benjamin Franklin nutzte die Methode angeblich regelmäßig, um Menschen zu gewinnen, die ihn (zunächst) nicht mochten.
„Derjenige, welcher dir einmal eine Freundlichkeit erwiesen hat, wird eher bereit sein, dir eine weitere zu erweisen als der, dem du selbst einmal gefällig warst.“
(Quelle)

Behavioral Finance
ist ein Bereich der Finanzwissenschaft, der sich mit den Auswirkungen von psychologischen Einflüssen und kognitiven Verzerrungen auf das Verhalten von Investoren und die Dynamik der Finanzmärkte beschäftigt. Es erklärt, warum Anleger oft irrational handeln und wie diese Verhaltensweisen zu Marktanomalien führen können.

Begründungs Effekt
haben die beiden Psychologen Ellen Langer und Robert Cialdini entdeckt. Offenbar reagieren Menschen enorm auf Begründungen, beziehungsweise auf das Wort „weil“. Selbst wenn eine Begründung tautologisch und fadenscheinig ist, machen die Leute, was von ihnen zuvor verlangt wurde. Und jetzt lesen Sie bitte weiter, weil das gut für Sie ist. (Quelle)

Brandolinis Gesetz
oder das Prinzip des Asymmetrie-Unsinns, ist ein Sprichwort oder Aphorismus, der besagt, dass „die Energiemenge, die benötigt wird, um Unsinn zu widerlegen, größer ist als eine Größenordnung von das Notwendige, um sie zu produzieren“. (Quelle)

Bystander-Effekt / Zuschauer Effekt
Unter Zuschauer Effekt (engl. bystander effect) versteht man das Phänomen, dass einzelne Personen in Notsituationen, wie beispielsweise bei einem Unfall, mit niedrigerer Wahrscheinlichkeit eingreifen oder Hilfe leisten, wenn weitere Zuschauer anwesend sind. (Quelle)

Card Stacking
ist eine Manipulationstechnik, bei der Informationen selektiv präsentiert werden, um eine einseitige Sichtweise zu fördern und gegenteilige Fakten zu unterdrücken.

Cheerleader-Effekt: In Gruppen wirken wir attraktiver
Cheerleader sehen als Gruppe attraktiver aus, obwohl bei genauerem Hinsehen die eine oder andere gar nicht mal hübsch ist.“ Tatsächlich wirkt eine Gruppe uniformer Menschen (die deswegen aber keine Uniform tragen müssen, nur viele äußere Gemeinsamkeiten haben) enorm anziehend auf uns. Wir nehmen dann nicht mehr das Individuum wahr, sondern der Durchschnitt aus allen zusammen. Und von dem Effekt profitieren nicht nur Cheerleader, sondern auch Boy Groups oder Girl Goups wie die Spice Girls (Quelle)

Change Fatigue
bezeichnet einen Zustand der Erschöpfung und des Widerstands, der auftritt, wenn Menschen wiederholt und kontinuierlich Veränderungen gegenüberstehen, insbesondere in organisatorischen oder beruflichen Kontexten. Diese Ermüdung entsteht durch die ständige Anpassung an neue Herausforderungen, Prozesse oder Richtlinien, was zu einer verringerten Produktivität, Motivation und einem Gefühl der Überforderung führen kann.

Chestertons Zaun
ist ein Prinzip, das besagt, man sollte keine Struktur oder Tradition ändern oder entfernen, ohne zu verstehen, warum sie existiert. Es betont die Wichtigkeit, den Zweck und die Geschichte bestehender Systeme zu verstehen, bevor man Änderungen vornimmt.

Clooney-Effekt 
geht auf den gleichnamigen Schauspieler George Clooney zurück. Seit der sich am Comer See eine Ferienvilla zugelegt hat, brummt auch der Immobilienmarkt am Lago Maggiore (was quasi um die Ecke ist). Auch die Häuser um Como wurden schlagartig teurer. Brad Pitt hat übrigens dort ebenfalls ein Feriendomizil. (Quelle)

Compoud Effekt / Verbinden, Zusammensetzen
Kleine clevere Veränderungen + Konsistenz + Zeit = ein radikaler Unterschied
Dazu gibt es auch ein sehr gutes Buch: The Compound Effect: Jumpstart Your Income, Your Life, Your Success von Darren Hardy
Bsp. täglich 1 h lesen macht im Jahr 10 – 20 Bücher und entsprechend wird sich die Sicht auf die Umwelt ändern. (Quelle)

Confirmation Bias / Bestätigungs Fehler
Ein Bestätigungsfehler ist der Effekt, Informationen so auszuwählen, zu ermitteln und zu interpretieren, dass diese die eigenen Erwartungen erfüllen oder bestätigt. Auch nach einer Anschaffung bestätigt man seine Entscheidung bzw. lässt diese von seiner Umwelt bestätigen.

Déformation professionnelle / Hammer Effekt
Der französische Ausdruck Déformation professionnelle ist ein Wortspiel, das die Neigung bezeichnet, eine berufs- oder fachbedingte Methode oder Perspektive unbewusst über ihren Geltungsbereich hinaus anzuwenden. Wikipedia
Beispiele für eine Déformation professionnelle sind Lehrer, die auch privat dozieren und korrigieren, ein Polizist, der auch außer Dienst überall Gesetzesbrecher sieht, oder ein Musiker, der nicht mehr mit Genuss Musik hören kann, weil er nicht anders kann, als sie fachlich zu analysieren.

Determinismus / Indeterminiert
Der Determinismus ist die Auffassung, dass alle – insbesondere auch zukünftige – Ereignisse durch Vorbedingungen eindeutig festgelegt sind. Die Gegenthese vertritt, dass es bestimmte Ereignisse gibt, die nicht eindeutig durch Vorbedingungen determiniert, sondern indeterminiert sind. Wikipedia

Decoy-Effekt / Falsche Köder-Effekte
Decoy-Effekt ist ein Begriff im Marketing. Er beschreibt das Phänomen einer stärkeren Bevorzugung der Verbraucher gegenüber einem Produkt unter Berücksichtigung zweier bestimmter Produkte, hervorgerufen durch das Angebot eines dritten „asymmetrisch dominierten“ Produktes. Wikipedia
(bsp. Es werden drei Flaschen Wein angeboten, der Kunde entscheidet sich meist für das mittlere Angebot, oder es wird ein Einzelprodukt und ein attraktives Paket angeboten zusätzlich aber noch ein total überteuertes Paket -> Decoys = Produkte, die auf den Markt kommen, damit niemand sie kauft)

Distributiven / Integrativen Verhandlungen
Distributiven bedeutet eine Pizza wird geteilt, wer weniger bekommt ist der Verlierer. Integrativen Verhandlungen bedeutet, wir machen den Kuchen grösser um so viele Interessen wir möglich zu befriedigen. Ziel muss es immer sein aus einer distributiven in eine integrativen Verhandlung zu kommen

Dispositionseffekt
Als Dispositionseffekt bezeichnet die Verhaltensökonomik die Neigung von Anlegern, jene Anteile abzustoßen, deren Wert gestiegen ist, und solche zu halten, deren Wert gesunken ist. Dabei werden Verluste etwa doppelt so stark empfunden wie Gewinne. So führt die asymmetrische Risikoaversion dazu, dass private und institutionelle Anleger im Gewinnbereich befindliche Positionen tendenziell zu früh verkaufen und verlustbehaftete zu lange halten. (Quelle)

Drake-Gleichung (außerirdischem Leben) 🙂
dient zur Abschätzung der Anzahl der technischen, intelligenten Zivilisationen in unserer Galaxie, der Milchstraße. Es handelt sich bei der Gleichung um ein Produkt, von dem die meisten Faktoren unbekannt sind. (Quelle)

Dutch Admiral Paradigm / Erfolg durch loben
Zwei niederländische Kadetten schworen sich gegenseitig, dass Sie nur Gutes übereinander und die Taten des jeweils anderen erzählen würden, als sie in den Krieg zogen. Beide hielten das Versprechen und wurden aufgrund der so erworbenen positiven Reputation die jüngsten Admirale der Niederlande, so die Geschichte. (Quelle)

Eskalierendes Commitment / Commitment Bias
bezieht sich auf das Phänomen, bei dem Menschen ihre Investitionen in eine Entscheidung, ein Projekt oder eine Strategie unangemessen erhöhen, obwohl es klare Anzeichen dafür gibt, dass diese Entscheidung fehlerhaft ist oder sich die Situation verschlechtert hat. Anstatt den Verlust zu akzeptieren und die Strategie zu ändern, neigen betroffene Personen dazu, weiter Ressourcen (Zeit, Geld, Anstrengung) in das Projekt zu stecken, in der Hoffnung, die Situation zu retten und die bisherigen Investitionen zu rechtfertigen.

Fermi-Paradoxon
Das Paradoxon hinterfragt die Wahrscheinlichkeit intelligenten außerirdischen Lebens. Es versucht, eine grundlegende Frage zu beantworten:
„Sind wir Menschen die einzige technisch fortschrittliche Zivilisation im Universum?“
 “But where is everybody?”
(Quelle)

Fish pond effect / Fischteicheffekt
Der Fischteicheffekt beschreibt in der Pädagogik das Phänomen, dass Schüler durch leistungsschwächere Mitschüler in ihrer Klasse eine stärkere Lernmotivation besitzen, da ihre Leistungen dort öfter auffallen, besonders honoriert werden und sie bestrebt sind, ihren Vorsprung zu halten. Wikipedia

Flynn-Effekt
beschreibt den beobachteten Anstieg der durchschnittlichen Intelligenztestwerte in der Bevölkerung über mehrere Generationen hinweg. Dieser Anstieg wird auf Faktoren wie verbesserte Bildung, Ernährung und komplexere Umweltbedingungen zurückgeführt.

Forbidden Fruit Effekt
bezeichnet das psychologische Phänomen, bei dem Menschen ein gesteigertes Verlangen nach Dingen entwickeln, die ihnen verboten sind, was paradoxerweise das Interesse und die Anziehungskraft des Verbotenen noch weiter erhöht.

Framing Effect 
Framing ist der Prozess einer Einbettung von Ereignissen und Themen in Deutungsraster. Komplexe Informationen werden dadurch selektiert und strukturiert aufbereitet, sodass eine bestimmte Problemdefinition, Ursachenzuschreibung, moralische Bewertung und/oder Handlungsempfehlung in der jeweiligen Thematik betont wird.
Bsp:
-> Parteien werden „demokratisch“ und „undemokratisch“ genannt
-> Der Ausdruck „Klimaschutz“ zeigt, dass das Klima vor etwas geschützt werden soll und dass es in Gefahr ist
-> Das Glas ist halbvoll. Das Glas ist halbleer (Quelle)

Freedom-threatening Messages
sind Botschaften oder Kommunikationen, die als Bedrohung für die persönliche Freiheit wahrgenommen werden, indem sie die Autonomie oder Wahlmöglichkeiten eines Individuums einzuschränken scheinen, was oft zu Reaktanz führt, einem psychologischen Widerstand gegen diese Einschränkungen.

Foot-in-the-door-Technik / Door-in-the-face-Technik (Konsistenz Prinzip)
Foot-in-the-door-Technik: Am Anfang wird man meiner einer kleinen Überredung eingebunden und ist dann nicht mehr abgeneigt weitere Zugeständnisse zu machen (bsp. Tierschutz unterzeichnen & dann die Spende)
Door-in-the-face-Technik: Am Anfang die Forderung total übertreiben, damit mann sein eigentliches Ziel bekommt – Könntest du mir vielleicht am Freitag und Samstag bei meinem Umzug zu Hand gehen? / Kannst du mir dann nicht wenigstens eine Stunde lang helfen?
(Quelle)

FeynmanMethode
Der Legende nach gründete Feynman zusammen mit ein paar Kollegen eine Lerngruppe. Dabei sollte jeder der Anwesenden den anderen Teilnehmern ein Thema so einfach wie möglich erklären. Eine der Voraussetzungen war, dass dabei keine Fachbegriffe oder Fremdwörter benutzt werden durften. (Quelle)
-> Ergo: was man mit seinen Worten in einfacher Sprache wiedergibt hat man auch inhaltlich verstanden

Gesetz der kleinen und grossen Zahlen
Bsp. wenn man eine Gehaltserhöhung möchte, sollte eher von 200 € im Monat gesprochen werden als die Gesamtsumme von 2400 € Jahresgehalt. Der Autoverkäufer nennt gerne die mtl. Leasingraten oder die Mobilfunktverträge sind immer mit Monatspreisen ausgepreist.
Gegenteil ist, wenn man in Verhandlung Druck auf den Gesamtpreis machen möchte wiederholt man als Kunde immer wieder die grossen Zahlen der Gesamtsumme.

Gesetz der Trivialität
Das Gesetz der Trivialität ist das Argument von C. Northcote Parkinson aus dem Jahr 1957, wonach Personen innerhalb einer Organisation Trivialfragen häufig oder in der Regel ein unverhältnismäßiges Gewicht beimessen. Parkinson ist das Beispiel eines fiktiven Komitees, dessen Aufgabe es war, die Pläne für ein Kernkraftwerk zu genehmigen, das den größten Teil seiner Zeit mit Diskussionen über relativ kleine, aber leicht verständliche Themen verbringt, z. B. welche Materialien für den Fahrradschuppen des Personals verwendet werden sollen unter Vernachlässigung des vorgeschlagenen Entwurfs der Anlage selbst, der weitaus wichtiger und eine weitaus schwierigere und komplexere Aufgabe ist. Gesetz der Trivialität (Quelle)

Goldlöckchen-Regel
Bei der Goldlöckchen-Methode geht es darum, sich gerade solche Aufgaben zu geben, die das perfekte Verhältnis aus “zu einfach” und “zu schwer” darstellen. Ist eine Aufgabe zu leicht, halten wir sie für überflüssig. Ist sie hingegen zu schwer, so wirkt dies hemmend. Die zu erledigende Aufgabe sollte einen also beanspruchen, aber nicht demotivieren. Sie sollte nicht zu klein sein, aber dennoch ausreichend zum Erreichen des Ziels beitragen.
Bsp. Tennismatch macht nur spass bei einem ebenbürtigen Gegner (Quelle)

Groupthink/ Gefahr in der Gruppe
bezeichnet das Verhalten von Menschen, sich innerhalb einer Gruppe der Meinung oder dem Urteil der Mehrheit anzuschließen, obwohl man eine andere Meinung hat oder gar davon überzeugt ist, dass das Urteil falsch ist. Ursache können Harmoniebedürfnis, Angst, Wunsch nach Zugehörigkeit und andere verhaltens-psychologische Gründe sein. (Quelle)
-> Der lateinische Ausdruck Advocatus DiaboliAnwalt des Teufels, steht für die rhetorische Strategie eines Anwalts, beziehungsweise allgemeiner die eines Gruppenmitgliedes, der bei einem Streit ganz bewusst die Position eines Gegners einnimmt.


Habitus-Effekt -von dem Soziologen Pierre Bourdieu
beschreibt, wie soziale Strukturen und Kultur die Wahrnehmungen, Gedanken und Handlungen eines Individuums prägen. Dieses Konzept, dass der Habitus – ein System von internalisierten Mustern und Dispositionen – das Verhalten in einer Weise beeinflusst, die oft unbewusst ist und von sozialen und kulturellen Hintergründen abhängt. Dadurch entsteht ein Kreislauf, in dem die sozialen Strukturen weiterhin sowohl das individuelle Verhalten als auch die kollektive Kultur beeinflussen. (bsp. gehen nur 25 % der Kinder aus der Arbeiterschicht zum studieren aber 75 % bei Eltern mit eigenem Studiumabschluss)

Harvard-Konzept: Alle verhandeln mit Gewinn
1.) Menschen und Probleme werden getrennt voneinander behandelt
– wenn die Sachebene mit der persönlichen Ebene vermischt
2.) Verhandele Interessen – nicht Positionen
– muss offen seine Interessen kommunizieren
3.) Entwickle Optionen, die für beide Seiten von Vorteil sind (Win-Win)
– ein alternativer Lösungsansatz finden
4.) Das Ergebnis muss auf objektiven Kriterien beruhen
– Entscheidung müssen beide Seiten objektiv gegeneinander abgewogen werden (Quelle)

Halo-Effekt / Heiligenschein-Effekt
Wie ein Heiligenschein überstrahlen einzelne als positiv oder negativ wahrgenommene Merkmale das Gesamtbild. Hier werden Einzelaspekte auf die Gesamtperson verallgemeinert. Aus einzelnen Eigenschaften werden oftmals eine Kette von Folgeeigenschaften zu einer Gesamtassoziation abgeleitet (beispielsweise werden weniger attraktiven Menschen auch gleich eher negative soziale Eigenschaften zugeschrieben und umgekehrt. Besonders hervorstechende Eigenschaften oder Leistungen prägen das Urteil einer Führungskraft und machen blind für andere Eigenschaften. (Quelle)

Hawthorne-Effekt / Beobachtungseffekt
Sobald Probanden wissen, dass sie beobachtet werden, können sie ihr Verhalten ändern, was das Ergebnis vieler Studien damals in Frage stellte. Für die Betriebswirtschaftslehre war es zugleich der Beweis, dass die Arbeitsleistung nicht nur von den Arbeitsbedingungen abhängt, sondern ganz wesentlich von sozialen Der Hawthorne-Effekt kann bei gruppenbasierten Beobachtungsstudien auftreten. Demnach ändern Teilnehmer ihr natürliches Verhalten, weil sie wissen, dass sie an einer Studie teilnehmen und unter Beobachtung stehen. Dies kann zu einer falschen Einschätzung führen, z. Wikipedia

Hedonistische Adaption
beschreibt das Phänomen, dass Menschen nach positiven oder negativen Lebensereignissen schnell wieder zu einem stabilen, meist neutralen Glücksniveau zurückkehren. Dies bedeutet, dass langfristige Zufriedenheit durch kurzfristige Freuden oder Leiden kaum beeinflusst wird, da sich das individuelle Glücksempfinden an neue Umstände anpasst.

Hierarchie-Effekt
In der Hierarchie höher Stehende werden im Durchschnitt besser bewertet, als Mitarbeiter der unteren Hierarchie-Ebenen. Es kann ja nicht sein, dass Minderleister mal befördert worden sind… (Quelle)

Hindsight Bias / Rückschaufehler
Hinterher sind immer alle klüger. Zumindest theoretisch. Egal, wie die Dinge ihren Lauf nehmen – geahnt haben wir das natürlich schon. Eigentlich sogar gewusst. Hindsight Bias nennen Psychologen dieses Phänomen – zu deutsch: den Rückschaufehler. Tatsächlich neigen wir dazu, uns retrospektiv zu überschätzen. Oder anders formuliert: Wir interpretieren solange unsere ursprüngliche Aussage um, bis sie zum tatsächlichen Ereignis passt. (Quelle)

HouseMoneyEffect
Geld welches man geschenkt oder gewonnen und nicht durch „harte“ Arbeit verdient hat, verbuchen wir Menschen auf einem anderen virtuellen Konto und gehen mit diesem ein höheres Risiko ein.
Bsp. Im Casino – der gewonnen Betrag.
Viele Online-Casinos locken deshalb mit Gratis Geld. (Quelle)

Humphrey’s Law
„Menschen wissen nicht, was sie wollen, bevor sie es sehen.“
Das Gesetz ist einer der Hauptgründe, warum Google, Microsoft und Apple es vorziehen, Versionen zu veröffentlichen anstatt vollendete Software. … Humphreys Gesetz ist eine Abkehr von dem Versuch, eine perfekte Lösung zu präsentieren. (Quelle)

Hyperbolic discounting / hyperbolische Diskontierung
ist die hyperbolische Diskontierung ein zeitinkonsistentes Modell der Verzögerungsdiskontierung. Es ist einer der Eckpfeiler der Verhaltensökonomie und seine Gehirnbasis wird von neuroökonomischen Forschern aktiv untersucht. Wikipedia (Englisch)
(bsp. Leute nehmen lieber sofort das (Bar)Geld als in der Zukunft mit einem deutlichen Aufschlag – Mashmallow-Test bekannt)

Ikarus-Effekt: Erfolg macht blind
Anhaltender Erfolg kann blind oder regelrecht besoffen machen. „Ikarus-Effekt“ heißt dieses Phänomen. Immer wieder scheitern Menschen im Beruf oder bei ihren Projekten aus denselben Gründen: Erst sind sie erfolgreich, dann werden sie überheblich. Sie meinen, sie könnten alles selbst (besser) machen, blenden Kritik und negative Nachrichten aus und glauben an die generelle Gültigkeit irgendwelcher Erfolgsregeln. Doch der schlimmste Fehler ist: Sie verlassen sich auf ihre bisherigen Erfolge, Motto: „Das hat noch immer geklappt!“ (Quelle)

IKEA-Effekt
Als IKEA-Effekt wird in der Verhaltensökonomik der Zuwachs an Wertschätzung bezeichnet, der selbst entworfenen oder zumindest selbst zusammengebauten Gegenständen im Vergleich zu fertig gekauften Massenprodukten entgegengebracht wird. Wikipedia

Induziertes Gedächtnis
bezieht sich auf das Phänomen, bei dem falsche Erinnerungen durch äußere Einflüsse, wie suggestive Fragen oder Informationen, erzeugt werden. Dies kann dazu führen, dass sich Menschen an Ereignisse erinnern, die tatsächlich nie stattgefunden haben.

In-Group Bias
Der Ingroup Bias meint hierbei unseren Drang, Menschen, die bestimmte Eigenschaften mit uns teilen, als sympathischer einzuschätzen. Wer so ist, wie der Rest der Gruppe, kann nichts Schlechtes im Schilde führen – so unsere vorschnelle Annahme. (Quelle)

Illusion of Control
Die Kontrollillusion ist zu glauben, gewisse Vorgänge kontrollieren zu können, die nachweislich nicht beeinflussbar sind.
Die Kontrolle über eine Situation zu besitzen, wirkt sich motivierend auf das menschliche Verhalten aus. (Quelle)

Jesaja-Effekt 
geht auf die biblischen Prophezeiungen des Propheten Jesaja zurück und bedeutet: Solche Weissagungen lenken unseren Blick auf die zukünftige Folgen unserer heutigen Handlungen. Dennoch können wir selber wählen, welches Schicksal uns widerfahren soll, indem wir in diesem Moment so oder so entscheiden.(Quelle)

Kleber-Effekt
Wer einmal eine gute Note erreichte, behält diese! oder Wer längere Zeit nicht befördert wurde, bei dem wird pauschal weiterhin unterstellt, dass seine Leistungen sich nicht positiv entwickelt haben. (Quelle)

Kognitive Dissonanz / unangenehmer Gefühlszustand
Dissonanz ist das Gegenteil von Harmonie, also eine Art Spannungszustand, der auf lange Sicht nach Auflösung verlangt. Wie stark eine bestimmte Dissonanz ausgeprägt ist hängt davon ab, wie sehr sich einzelne Kognitionen widersprechen. Menschen streben generell nach einer möglichst großen Übereinstimmung zwischen ihrem Handeln und ihren Absichten. Dieses Bestreben wird als Integrität bezeichnet. Beim Handeln entgegen persönlicher Werte und Absichten, entstehen schnell Gewissensbisse. Gibst du beispielsweise ein Versprechen und brichst es in letzter Sekunde mit einer Notlüge, hast du sehr wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen. (Quelle)
(bsp. Film-Abend statt Fitness-Studio, Schokolade statt Gemüse, Geld ausgeben statt sparen)

Korrelation und Kausalität:
Korrelation bedeutet, dass zwei Dinge oft gleichzeitig passieren, aber das bedeutet nicht unbedingt, dass eines das andere verursacht. Kausalität bedeutet, dass eine Sache direkt eine andere verursacht. Es ist wichtig, den Unterschied zu verstehen, um gute Vorhersagen zu machen.
Bsp. könnte sein, dass auf dem Land mit mehr Störchen als in der Stadt auch mehr Babys geboren werden, aber Störche bringen natürlich nicht die Babys, es liegt daran, dass junge Familien eher aufs Land ziehen.

Log Rolling / Kuhhandel
ist der Handel mit Gefälligkeiten oder Gegenleistungen, wie der Handel mit Stimmen durch gesetzgebende Mitglieder, um die Weitergabe von Maßnahmen von Interesse an jedes gesetzgebende Mitglied zu erhalten. Wikipedia (Englisch)
Jeder sagt was ihm besonders wichtig ist bzw. was nicht interessiert, anschliessend werden die Interessen unter einen Hut gebracht

Matthäus-Effekt
Der Matthäus-Effekt ist eine These der Soziologie über Erfolge. Wo dieser Effekt auftritt, entstehen aktuelle Erfolge mehr durch frühere Erfolge, und weniger durch gegenwärtige Leistungen. Ein Grund liegt in den stärkeren Aufmerksamkeiten, die Erfolge erzeugen. Wikipedia
„Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden“

Mental Accounting / mentale Buchführung
Mentale Buchführung (englisch Mental Accounting) ist eine Theorie über ein systematisches Kognitionsproblem und Gegenstand der Verhaltensökonomik (englisch Behavioral Economics). Gemäß dieser Theorie teilen Menschen finanzielle Transaktionen in mentale Konten ein und behandeln diese je nach Konto unterschiedlich. (Quelle)

Mere-Exposure-Effekt /wiederholte Darbietung
Mit Mere-Exposure-Effekt bezeichnet man in der Psychologie den Befund, dass allein die wiederholte Wahrnehmung einer anfangs neutral beurteilten Sache ihre positivere Bewertung zur Folge hat. Zum Beispiel lässt die Vertrautheit mit einem Menschen diesen attraktiver und sympathischer erscheinen. Wikipedia

Michael Kohlhaas-Syndrom
beschreibt eine Situation, in der jemand wegen einer erfahrenen Ungerechtigkeit zu extremen, oft selbstschädigenden Maßnahmen greift, um Gerechtigkeit zu erlangen, bzw. werden Personen genannt die sich über alles beschweren.

Misinformation Effect (Fehlinformationseffekt / Falschinformationseffekt)
Der Fehlinformationseffekt bezeichnet man in der Sozial- und Rechtspsychologie den Effekt, dass Erinnerungen an ein Event durch falsche Informationen, denen die Person nach dem Ereignis ausgesetzt wird, verzerrt werden. Wikipedia

Moral Hazard
auch als moralisches Risiko oder moralisches Wagnis bezeichnet. Laut Definition aus der Ökonomie handelt es sich bei Moral Hazard um opportunistisches Verhalten aufgrund einer Informationsassymetrie – was komplizierter klingt, als es eigentlich ist.Moral Hazard tritt auf, wenn jemand nicht selbst die Konsequenzen für sein Handeln tragen muss. Durch eigenes Fehlverhalten oder Unbedachtheit schadet man sich also nicht selbst, sondern einem Vertragspartner, der Gemeinschaft oder einem anderen Außenstehenden, oder dieKonsequenzen des eigenen Handelns auf ein Kollektiv abgewälzt werden können. (Quelle)

Mysie-Bias (myside bias) Effekt
beschreibt die Tendenz von Menschen, Informationen und Argumente so zu interpretieren und zu bewerten, dass sie ihre eigenen Überzeugungen und Ansichten unterstützen. Dies führt oft zu einer Verzerrung der Wahrnehmung und verhindert objektives Denken und kritische Auseinandersetzung mit gegensätzlichen Meinungen.

Neusprech
Neusprech heißt die sprachpolitisch umgestaltete Sprache in George Orwells dystopischem Roman 1984. Durch Sprachplanung sollen sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten beschränkt und damit die Freiheit des Denkens aufgehoben werden. Wikipedia
oder Sprachmanipulation um Tatsachen zu verbergen und die Ziele der Anwender zu verschleiern.

Narrativ
Das Wort „narrativ“ bedeutet einfach übersetzt „erzählend“. Es geht bei diesem Begriff nicht um die Erzählung selbst, sondern darum, wie etwas erzählt wird. Die Form der Darstellung ist entscheidend dafür, wie der erzählte Inhalt verstanden wird und was er beim Zuhörer bewirkt.
„Ein Narrativ ist eine sinnstiftende Erzählung, die Einfluss hat auf die Art, wie die Umwelt wahrgenommen wird. Es transportiert Werte und Emotionen, ist in der Regel auf einen bestimmten Kulturkreis bezogen und unterliegt dem zeitlichen Wandel. In diesem Sinne sind Narrative keine beliebigen Geschichten, sondern etablierte Erzählungen, die mit einer Legitimität versehen sind“ (Wikipedia). (Quelle)

Negotiator`s Curse / Fluch des Verhandlers
Was wäre nur wenn gewesen, wenn ich weniger geboten hätte. Auch wenn Sie das erste Angebot Ihres künftigen Arbeitgebers für noch so gut halten: Nehmen Sie es nicht an. Denn Sie wissen doch gar nicht, was noch alles drin gewesen wäre. Schlaflose Nächte werden Sie haben, daran denkend, was Sie versäumt haben. Sie werden es nie erfahren. Auch er wird sich denken: Hätte ich doch nur weniger geboten – der sogenannte Fluch des Verhandlers (Quelle)

Not-invented-here-Syndrom (Nicht von uns erfunden)
Das Not-invented-here-Syndrom beschreibt abwertend die Nichtbeachtung von bereits existierendem Wissen durch Unternehmen oder Institutionen aufgrund des Entstehungsortes.
Bsp. Fachabteilung berücksichtigt die Ideen/Fortschritt von aussehn nicht, da nicht selber entwickelt. (Quelle)

Obelix Effekt
ist benannt nach dem gleichnamigen Gallier im Asterix-Comic, der stets neidvoll zuschauen muss, wie sich seine Freunde beim Zaubertrank-Ausschank stärken – nur er bekommt nichts ab. Auf den Büroalltag übertragen: Den Effekt erlebt jeder, der von seinen Kollegen nie gefragt wird, ob er mit zum Mittagessen mitkommen mag. (Quelle)

Overarching purpose / Übergeordneter Sinn oder Ziel
Drei Steinmetze arbeiten auf einer Baustelle.
Ein Passant fragt sie danach, was sie tun.
Der erste Steinmetz räumt mürrisch Steine zusammen und sagt: „Ich verdiene
meinen Lebensunterhalt.“
Der zweite Steinmetz klopft mit wichtiger Miene weiter auf seinen Stein, während
er antwortet: „Ich liefere die beste Steinmetzarbeit weit und breit.“
Der dritte Steinmetz aber schaut den Fragenden ruhig und mit glänzenden Augen
an und sagt: „Ich baue eine Kathedrale.“ – unbekannt

Overconfidence effect Selbstüberschätzung (Dunning-Kruger-Effekt)
Selbstüberschätzung, manchmal auch Vermessenheitsverzerrung, ist eine Form der systematischen Fehleinschätzung eigenen Könnens und eigener Kompetenzen. Wikipedia
->Inkompetente Menschen überschätzen oft ihre eigenen Fähigkeiten
-> Sie sind unfähig, das Ausmass ihrer Inkompetenz zu erkennen
-> Bedingt durch ihre Ignoranz bauen sie ihre Kompetenz nicht aus
-> Dadurch unterschätzen sie die überlegenen Fähigkeiten anderen Menschen
(bsp. 70 % aller Autofahrer sagen, dass sie besser als der Durchschnitt Auto fahren)

OwnerShip Bias / Besitztumseffekt
Sie besagt, dass Menschen dazu tendieren, ein Gut wertvoller einzuschätzen, wenn sie es besitzen

Parkinsonsche Gesetze
“Work expands so as to fill the time available for its completion.”
„Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.“

– und nicht in dem Maß, wie komplex sie tatsächlich ist.
Als Beispiel wird eine ältere Dame angeführt, die einen halben Tag dafür braucht, ihrer Nichte eine Postkarte zu schicken (Postkartenauswahl, Brillen- und Adressensuche, Textverfassung, Entscheidung, ob für den Weg zum Briefkasten ein Schirm mitzunehmen ist). Den Kontrast bildet der vielbeschäftigte Mann, der die gleiche Aufgabe in drei Minuten an seinem Schreibtisch erledigt. Quelle

Parkinson’sche Gesetz der Trivialität
besagt, dass Menschen oft unverhältnismäßig viel Zeit mit trivialen und unwichtigen Details verbringen, während sie komplexe und wichtige Themen vernachlässigen. Dies geschieht, weil triviale Themen einfacher zu verstehen und zu diskutieren sind, was den Eindruck von Produktivität vermittelt, ohne wirklich wichtige Entscheidungen zu treffen.

Peak–end rule
Der Mensch als HOMO IRRATIONALIS, das Ende und der Intensivste Moment sind entscheidend. Viele kleine Glückchen (bzw. im negativen Fall Unglückchen) bleiben am besten  in Erinnerung und können langfristig der Schlüssel zur Lebenszufriedenheit sein. (Quelle)
Bsp. sollte man bei der Mitarbeiterbewertung ein Tagebuch führen, nicht das nur die zu letzt gezeigten Leistungen zählen.

Peter Prinzip
Genügend Zeit und genügend Rangstufen in einer Hierarchie vorausgesetzt, steigt jeder Beschäftigte bis zu seiner Stufe der Inkompetenz auf und verharrt dort. (Quelle)

Planning fallacy (Planungsfehlschluss)
Der Planungsfehlschluss ist die Tendenz von Menschen und Organisationen, zu unterschätzen, wie viel Zeit sie zur Vollendung einer Aufgabe benötigen. Wikipedia

Prospect Theorie / Verhandlungstechnik
die Prospect Theorie besagt, dass ein entgegenkommen oder positive Nachrichten dieser nicht auf einen Schlag anbieten bzw. in vielen Etappen. Dagegen schlechte Nachrichten oder Nachteile hingegen sollte man auf einmal präsentieren
(bsp. zwei mal 10 € finden macht glücklicher als einmal 20 €, dafür macht es umgekehrt doppelt unglücklich)

Primacy-Recency-Effekt / Recency Effekt
Das Erste und das Letzte spielt in unserer Wahrnehmung häufig eine besondere Rolle. In der Psychologie ist vom Primacy- und Recency-Effekt die Rede, wenn dieses Phänomen beschrieben wird. Zu beobachten ist dieser Effekt im Alltag recht häufig. Wo immer uns Menschen begegnen, wir in Situationen geraten, zählt oftmals der erste Eindruck. Grund dafür ist, dass Informationen oftmals schnell verarbeitet werden müssen, um handlungsfähig zu bleiben. Gleichzeitig lässt sich häufig beobachten, dass das Letztgesagte leichter im Gedächtnis bleibt. Allerdings unterlaufen uns dabei auch Wahrnehmungsfehler. Wie der Primacy- und der Recency-Effekt uns im Beruf und im Alltag beeinflussen. (Quelle)

Primär-Effekt
Der erste Eindruck bildet sich bereits in wenigen Sekunden. Alle folgenden Wahrnehmungen und Informationen werden so gewertet, dass sie den ersten Eindruck nachhaltig stützen und ins bereits gemachte Bild passen. Der erste Eindruck, den ein Mensch von einem anderen bekommt, wirkt ähnlich wie der Halo-Effekt: andere Eigenschaften werden nicht gesehen oder übersehen. (Quelle)

Pygmalion-Effekt (auch Rosenthal-Effekt)
Der Rosenthal-Effekt (auch: Pygmalion Effekt) beschreibt ein Phänomen, das oft vereinfacht mit dem Etikett „selbsterfüllende Prophezeiungen“ erklärt wird. Das trifft es jedoch nur teilweise. Im Kern geht es um Arbeiten des deutsch-amerikanischen Psychologen und Psychologieprofessor Robert Rosentahl der sich mit den Auswirkungen einer positiven Erwartungshaltung auf verschiedene Ausgangssituationen beschäftigte. (Quelle)

Pratfall Effekt / Schönheitsfehler Effekt
Aus dem Englischen übersetzt-In der Sozialpsychologie ist der Pratfall-Effekt die Tendenz, dass die zwischenmenschliche Anziehungskraft zunimmt oder abnimmt, nachdem ein Individuum einen Fehler gemacht hat, abhängig von der wahrgenommenen Fähigkeit des Individuums, im Allgemeinen gute Leistungen zu erbringen. Wikipedia (Englisch)

Reaktivitätsparadox
Bekannt auch als Beobachtereffekt, tritt auf, wenn Menschen ihr Verhalten ändern, weil sie wissen, dass sie beobachtet oder bewertet werden, was zu Verzerrungen in Forschungsergebnissen führen kann, da die Daten nicht mehr das natürliche Verhalten der Personen widerspiegeln.

Reaktanz
ist ein psychologisches Phänomen, bei dem Menschen auf wahrgenommene Einschränkungen ihrer Freiheiten mit Widerstand reagieren, indem sie versuchen, diese verloren geglaubten Freiheiten wiederherzustellen, oft durch entgegengesetztes Verhalten oder gesteigerten Wert des Beschränkten.

Resilienz
„Unter Resilienz wird die Fähigkeit von Menschen verstanden, Krisen im Lebenszyklus unter Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu nutzen.“ (Rosmarie Welter-Enderlin)

Referenzpunkteffekt / reference point effect
Gewinne und Verluste werden nicht absolut, sondern relativ zu einem Bezugspunkt, z.B. einem Einstandspreis, bewertet. Dabei werden Veränderungen nahe dem Präferenzwert als bedeutsamer empfunden als gleiche Veränderungen in einem größeren Abstand. (Quelle)
(Bsp. beim Hauskauf / grosse Beträge sind 2.000 € hin oder her werden als weniger schlimm empfunden als bei einem Urlaub – Geld ist Geld)

Reziprozitätsregel 
Die Reziprozitätsregel besagt: Wenn uns jemand einen Gefallen tut, dann sollten wir ihm auch einen tun. Sei nett zu den Menschen, die nett zu dir sind. Sind wir zu einer Party eingeladen, fühlen wir uns verpflichtet, diese Person ebenfalls einzuladen. (Quelle)

Ringelmann-Effekt / Social Loafing
beschreibt, dass Menschen in der Gruppe eine geringere Leistung erbringen, als aufgrund der summierten Einzelleistungen zu erwarten wäre. Gemeint ist damit aber nicht soziales Faulenzen, sondern vielmehr den Motivationsverlust und der daraus resultierende Leistungsabfall, der in Gruppen interessanterweise entstehen kann.(Quelle)

Scarcity Effekt / Knappheitseffekt Reaktanz
Eine häufig verwendete Taktik von Firmen, die den Absatz eines ihrer Produkte steigern wollen, ist die vermeintliche Einführung einer limitierten Stückzahl. So verkündete z.B. McDonalds, den Hamburger Royal TS in Zukunft nicht mehr zu verkaufen. Daraufhin wurden deutlich mehr Hamburger Royal TS gegessen als zuvor, um den drohenden Verlust auszugleichen. Dieses Verhalten der Käufer wird in der Psychologie als Reaktanz bezeichnet, welche die Reaktion der Menschen auf die knappe Verfügbarkeit eines Produktes als wahrgenommene Einschränkung ihrer Wahlfreiheit beschreibt. In Folge dessen wird die bedrohte bzw. verlorene Alternative aufgewertet (Quelle)

Shiny Object Syndrom 
beschreibt die Tendenz, sich schnell für Neues zu begeistern, das Interesse jedoch ebenso rasch wieder zu verlieren, sobald etwas vermeintlich Besseres auftaucht. Dadurch entsteht ein Kreislauf, in dem nichts langfristig verfolgt wird.

Shirking-Hypthose
leitet sich aus einem Moral-Hazard-Problem zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ab. Der Arbeitnehmer hat gegenüber dem Arbeitgeber einen Informationsvorsprung bezüglich der eigenen Arbeitsleistung, welche sich aus mangelnder Kontrollfähigkeit auf Seiten des Arbeitgebers begründet. Shirking beziehen und befasst sich mit der bewussten Leistungszurückhaltung am Arbeitsplatz (Quelle)

Selection Bias – Stichprobenverzehrung
Eine Stichprobenverzerrung ist eine statistische Verzerrung bei der Auswahl von Stichprobeneinheiten. Eine Methode, mit Stichprobenverzerrungen umzugehen, ist die Heckman-Korrektur. Wikipedia

Serendipitätsprinzip
besagt, dass man zufällig wertvolle Entdeckungen macht, während man eigentlich nach etwas anderem sucht. Ein bekanntes Beispiel ist die Entdeckung des Penicillins durch Alexander Fleming, der es unerwartet fand, während er an einem anderen Experiment arbeitete.

Social Desirability Bias (Erwünschtheit / Wünschenswert)
ist die Tendenz von Personen, sich in Umfragen oder Interviews so darzustellen, dass sie gesellschaftlich akzeptabel oder wünschenswert erscheinen, was oft zu verzerrten oder ungenauen Antworten führt.

Soziale Dilemmata 
liegen vor, wenn die bestmögliche Verfolgung der individuellen Interessen der beteiligten Akteure diese in einen Zustand führt, der sie schlechter stellt als Lösungen, in denen auf die beste Handlung zur Maximierung der individuellen Interessen verzichtet wird. So kann ein soziales Dilemma etwa in einer gesellschaftlichen Konfliktsituation bestehen, bei der zwei unterschiedliche Interessengruppen einander im Wege stehen und gemeinsam schlechter dastehen als bei einer kooperativen Lösung. (Quelle)
Bsp. Klimagipfel (Youtub Prof. Dr. Riek) – alle Beteiligten Menschen/Länder müssten sich schlechter Stellen, damit in Summe das Ergebnis erzielt wird – was aber nicht der Fall sein wird.

Soziales Faulenzen
beschreibt das Phänomen, dass Menschen in Gruppen weniger Anstrengung aufbringen, als wenn sie alleine arbeiten, weil sie sich auf die Leistung der anderen Mitglieder verlassen. Dies führt dazu, dass die individuelle Verantwortlichkeit und Motivation sinkt, was die Gesamtleistung der Gruppe beeinträchtigen kann.

Spontaneous trait transference – STT
ist ein psychologisches Phänomen, bei dem eine Person, die über die Eigenschaften einer anderen Person spricht, unbewusst mit diesen Eigenschaften assoziiert wird. Wenn jemand also positiv oder negativ über jemand anderen spricht, kann der Zuhörer diese Eigenschaften auf den Sprecher übertragen.

Spotlight-Effekt
Der Spotlight-Effekt tritt dann auf, wenn Menschen ein Problem oder einen Fehler überbewerten, auch wenn es sich nur um eine Kleinigkeit handelt. Die Opfer dieses Phänomens fühlen sich von anderen beobachtet. Sie glauben, wegen kleiner Fehler verurteilt zu werden. Teenager leiden häufig an diesem Problem, das jedoch auch bei vielen Erwachsenen vorkommt.
Eine Person, die unter dem Spotlight-Effekt leidet, hat bereits Angst bei einem Pickel im Gesicht. Sie glaubt, dass jeder diese kleine Unvollkommenheit bemerken und hinterrücks darüber sprechen wird. (Quelle)

Stereotypen
Sind festgelegte Vorstellungen, die bestimmte Merkmale, Verhaltensweisen oder Eigenschaften pauschal einer ganzen Gruppe von Menschen zuschreiben, ohne individuelle Unterschiede zu berücksichtigen. Diese Vereinfachungen basieren oft auf unvollständigen Informationen, Vorurteilen oder kulturellen Prägungen und können sowohl positive als auch negative Assoziationen beinhalten, wobei sie häufig zu Ungerechtigkeiten und Diskriminierung führen.

Strohmann-Argument
ist eine rhetorische Taktik, bei der die Position des Gegners absichtlich verzerrt oder übertrieben dargestellt wird, um sie leichter angreifen und widerlegen zu können. Anstatt auf das tatsächliche Argument einzugehen, wird ein schwächeres, oft übervereinfachtes Argument angegriffen, das der Gegner in dieser Form gar nicht vertreten hat

Sunk cost effect / Versunkene Kosten
In der Finanzwirtschaft sind versunkene Kosten Kosten, die bereits entstanden sind und nicht rückgängig gemacht werden können. Darin sind sowohl Kosten enthalten, die bereits zu Auszahlungen geführt haben, als auch solche zukünftigen Kosten, die unwiderruflich anfallen werden. Wikipedia

Survivorship Bias / Überlebensirrtum
„Hinter jedem erfolgreichen Schriftsteller verbergen sich 100 andere,
deren Bücher sich nicht verkaufen.

Wir aber hören nur von den Erfolgreichen und verkennen,
wie unwahrscheinlich schriftstellerischer Erfolg ist.“

Rolf Dobelli, Bestellerautor

Third-Person-Effekt
Der Third-Person-Effekt ist ein medienpsychologisches Phänomen verzerrter Wahrnehmung. Der Effekt beschreibt die Tendenz zu glauben, dass die Massenmedien andere stärker beeinflussen als sie selber. Er tritt bei negativem oder unerwünschtem Medieneinfluss auf und bei unspezifizierten Vergleichspersonen. Wikipedia

Too-much-Choice-Effekt
Bei einer überschaubaren Anzahl an Alternativen steigt nicht nur die Kaufwahrscheinlichkeit, sondern auch die Zufriedenheit mit der Kaufentscheidung. Bei einer großen Auswahl an Produktoptionen sinkt die Kaufwahrscheinlichkeit. Der Effekt tritt vor allem bei Produkten auf, bei denen vorher keine klaren Präferenzen bestanden und bei denen der Kunde sich für seine Entscheidung somit lange mit der Auswahl beschäftigen musste. (Felser, 2015, S. 251)
(Quelle)

Transaktionsnutzen Theorie
Bedeutet übersetzt, Kunden wollen das Gefühl des Schnäppchenjägers haben. Also einen Preisnachlass, zumindest gedanklich bei der Produkt Auswahl sehen, auch wenn der OVP (Unverbindliche Preisempfehlung) Mondpreise sind. Ist quasi noch die finale Bestätigung einer Anschaffung.

Tom-Sawyer-Effekt
beschreibt, wie man durch geschickte Manipulation und Darstellung einer Tätigkeit als begehrenswert andere dazu bringen kann, diese Aufgabe freiwillig zu übernehmen. Es basiert auf einer Szene aus Mark Twains „Die Abenteuer von Tom Sawyer“, in der Tom seine Freunde dazu bringt, seinen Zaun zu streichen, indem er vorgibt, dass es eine spannende und seltene Gelegenheit sei.

Umgekehrte Psychologie (verdeckte Manipulation)
ist eine Beeinflussungstechnik, bei der bewusst gegenteilige Anweisungen gegeben werden, um beim Gegenüber eine gewünschte Reaktion hervorzurufen, indem auf den natürlichen menschlichen Drang, Widerstand zu leisten oder das Gegenteil zu tun, gesetzt wird.

Veblen-Effekt / Snob-Effekt
Normalerweise bewirkt eine Preissteigerung einen Rückgang der Nachfrage. Der Veblen-Effekt beschreibt das genaue Gegenteil. Der Preisanstieg suggeriert hier eine Höherwertigkeit und kurbelt damit die Nachfrage an. Allerdings betrifft der Effekt, auch Snob-Effekt genannt, insbesondere Prestigegüter. Das sind Produkte, die hauptsächlich ihres Namens und ihrer Geltung wegen Absatz finden. Der Käufer möchte mit dem Erwerb seinen sozialen Stand bzw. seine Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlich hohen Einkommensklasse präsentieren oder sich einer höheren Schicht annähern. (Quelle)

Vision Board / Dream Board
Aus dem Englischen übersetzt-Ein Dream Board oder Vision Board ist eine Collage aus Bildern, Bildern und Bestätigungen der eigenen Träume und Wünsche, die als Quelle der Inspiration und Motivation dienen sollen. Prominente wie Oprah Winfrey, Steve Harvey und John Pierre haben die Nützlichkeit von Vision Boards bestätigt und von Octavia E. Wikipedia (Englisch)

Verfügbarkeitsheuristik
Diese besagt: unsere Entscheidungen und Urteile sind von der kognitiven (Wahrnehmung) Verfügbarkeit bestimmter Informationen stark beeinflusst. Dabei werden Informationen, die unser Gedächtnis rasch und leicht abrufen kann, von unserem Gehirn stärker gewichtet als solche, an die wir uns nur vage oder gar nicht erinnern können. (Quelle)
(bsp. wenn in der Presse von Einbrüchen in Häuser berichtet wird, schätzen die Personen die Wahrscheinlichkeit höher ein)

Verlustaversion / loss aversion 
bezeichnet in der Psychologie und Ökonomie die Tendenz, Verluste höher zu gewichten als Gewinne. Beispielsweise ärgert man sich über den Verlust von 100 € mehr, als man sich über den Gewinn von 100 € freut. (Quelle)
Verlust wird doppelt so stark empfunden als Gewinn

Werther-Effekt
Als Werther-Effekt wird in der Medienwirkungsforschung, Sozialpsychologie und Soziologie die Annahme bezeichnet, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen Suiziden, über die in den Medien ausführlich berichtet wurde, und einer Erhöhung der Suizidrate in der Bevölkerung besteht. Wikipedia

Will-Rogers-Phänomen
Das Will-Rogers-Phänomen ist ein Effekt in der Mittelwertbildung von Gruppen: Durch einen Wechsel eines Elements von einer zur anderen Gruppe kann der Mittelwert in beiden Gruppen steigen. Statistiker sprechen hier manchmal ironisch von einer kriminellen Vereinigung. Wikipedia

„Woke-Effekt“
bezieht sich auf die zunehmende Sensibilisierung und Reaktion auf soziale Ungerechtigkeiten, insbesondere in Bezug auf Rassismus, Geschlechterfragen und andere soziale Themen, die oft zu Veränderungen in Gesellschaft, Politik und Unternehmen führen. Dieser Effekt wird sowohl als positiver Fortschritt für mehr Inklusion und Gerechtigkeit als auch kritisch als übertriebene politische Korrektheit wahrgenommen.

Zeigarnik-Effekt
Der Zeigarnik-Effekt ist ein psychologischer Effekt über die Erinnerung an abgeschlossene im Gegensatz zu unterbrochenen Aufgaben. Er besagt, dass man sich an unterbrochene, unerledigte Aufgaben besser erinnert als an abgeschlossene, erledigte Aufgaben. Wikipedia

Zero-Price-Effekt 
beschreibt einen typischen Verkäufertrick. Dabei wird das Angebot mit einer vermeintlichen Gratis-Dreingabe gekoppelt, ein sogenanntes Lockvogel-Angebot. Der Online-Buchhändler Amazon hat damit gute Geschäfte gemacht: Ab einem bestimmten Bestellwert war der Warenversand umsonst. Dadurch bestellten viele Kunden mehr Bücher als sie eigentlich brauchten, nur um Portokosten zu sparen.
Der Kunde hat ein gutes Gefühl, auch wenn er es gar nicht gebrauchen kann.
(Quelle)

Hier die Links zu den Quellen, wo ich die meisten Informationen gefunden habe:

50 Cognitive Biases in the Modern World

Wikipedia.org

Karriere Bibel.de

HR-Today.com

Abstay.com

Rolf Dobelli (Amazon Bücher)

50 psychologische Effekte (Amazon Buch)

Scientific Economics – Die Psychologie der Kaufentscheidung

http://www.werbepsychologie-online.com/index.php/kaufverhalten

https://www.hausfrauenpsychologie.de/tolle-theorien/

https://argumentorik.com/blog/allgemeine-rhetorik-tipps/

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