Private Equity: The Magic Money Land where 1+1=3

Private Equity:
The Magic Money Land where 1+1=3 with LBO

Business model von Private Equity

Das Businessmodell von Private Equity basiert auf dem Kauf, der Wertsteigerung und dem späteren Verkauf (3 – 5 Jahre) von Unternehmen.
PE-Fonds sammeln Kapital von Investoren und verwenden dieses, um Anteile an Unternehmen zu erwerben, meist solche mit ungenutztem Potenzial oder Restrukturierungsbedarf. Ziel ist es, durch operative Verbesserungen, strategische Neuausrichtungen oder Konsolidierung und Bündelung mit anderen Unternehmen (Zukäufe/Teilveräusserung) den Wert dieser Unternehmen zu erhöhen. Der Gewinn wird realisiert, wenn das Unternehmen mit Profit verkauft wird, entweder durch einen Börsengang, Verkauf an einen strategischen Investor oder an einen anderen PE-Fonds.

Das Geschäftsmodell von Private Equity läuft vereinfacht dargestellt wie folgt:

-> Fund Formation / Find Investors
-> Search / Find Investments Objects
-> M&A Process / Buy (Leverage) Objects
-> Value-Creation / Build Strategy
-> Exit / Disinvestment
-> Close Fund / Return Profit

Damit sich das System für den Herausgegber eines PE-Fonds richtig lohnt wird das Hebel mit Bank-Krediten (Leveraged Buy Out = LBO) als Verstärker eingesetzt.
Zu dem Geld der Investoren wird für eine Firmenübernahme meist der Kaufbetrag durch Bankkredite gehebelt (Leveraged).

PE-Fonds verdienen Geld durch Managementgebühren, die für die Verwaltung des Fonds erhoben werden, sowie durch eine Gewinnbeteiligung (Carried Interest), die sie erhalten, wenn sie eine bestimmte Rendite (Hurdle Rate) überschreiten. Diese Struktur motiviert den Fonds, den Wert der Portfolio-Unternehmen zu steigern.


 Wer darf in eine PE Fund investieren?

Private-Equity-Fonds ziehen Kapital hauptsächlich von institutionellen Anlegern wie Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften und Stiftungen an. Hinzu kommen vermögende Privatpersonen und Family Offices, die in der Suche nach höheren Renditen in risikoreichere Anlageklassen investieren. Diese Investoren, auch Limited Partners (LPs) genannt, verpflichten sich, Kapital für Investitionen bereitzustellen, wenn der Fonds es benötigt.

Wenn kein geeigneetes Kaufobjekt zu Verfügung steht, wird das Geld oder auch „dry powder“ nicht abgerufen, die Investoren müssen aber die zugesagten Mittel jederzeit bereitstellen.


Laufzeit eines aufgelegten Fonds

Ein typischer Limited Partnership Fund oder auch Closed-end Fund im Private-Equity-Bereich hat eine Laufzeit von 10 Jahre aufgeteilt in die Investitionsphase (1-2 Jahre) für den Erwerb von Zielunternehmen, die Haltephase (3-5 Jahre) zur Wertsteigerung der Beteiligungen, und die Veräußerungsphase (2-4 Jahre) für den Verkauf der Beteiligungen.


Die PE-Manager 2 / 20 Magic Formel

PE-Fonds verdienen Geld durch Managementgebühren, die für die Verwaltung des Fonds erhoben werden, sowie durch eine Gewinnbeteiligung (Carried Interest), die sie erhalten, wenn sie eine bestimmte Rendite (Hurdle Rate) überschreiten. Diese Struktur motiviert den Fonds, den Wert der Portfolio-Unternehmen zu steigern.

2% Managementgebühr: Dies ist eine jährliche Gebühr, die auf das verwaltete Vermögen des Fonds (AUM – Assets Under Management) erhoben wird. Sie dient zur Deckung der Betriebskosten des Fonds, einschließlich Gehälter, Büromieten und sonstige Verwaltungsausgaben.

20% Gewinnbeteiligung (Carried Interest): Hierbei handelt es sich um einen Anteil am Gewinn, den der Fonds erwirtschaftet, typischerweise 20%. Diese Gewinnbeteiligung wird erst fällig, nachdem die Investoren eine bestimmte Mindestrendite (Hurdle Rate) auf ihr investiertes Kapital erhalten haben.

Es zeigen Statistiken, dass die eigentliche Performance der Fonds eher selten langfristig den S&P500 für die Investoren schlägt, aber die PE-Fonds herausgebenden Unternehmen (bsp. KKR, CVC, Blackstone, TPG Capital..) sehr sehr vermögend wurden.


Kriterien für den Erwerb eines Unternehmens?

PE-Fonds wählen ein Zielunternehmen basierend auf Kriterien wie Unternehmensgröße, EBITDA, Marktpotenzial, Branchenposition und Managementqualität aus. Wichtig ist eine gründliche Due Diligence (Unternehmensbewertung), um Risiken zu minimieren. Fonds suchen oft nach Unternehmen mit Verbesserungspotenzial, Marktführerschaft oder einzigartigen Produkten/Dienstleistungen.
In Amerika gibt es einen beliebten Art Häuser zu kaufen – dieses nennt man FIX & FLIP (kaufen, Schönheitsreperaturen, schnell teuerer wieder verkaufen)


Zukauf eines Unternehmens (M&A Prozess)

Der M&A-Prozess beginnt mit der Identifizierung potenzieller Zielunternehmen. Nach einer ersten Analyse folgt eine intensive Prüfungsphase (Due Diligence). Bei positivem Ergebnis wird eine Finanzierungsstruktur entwickelt, die oft einen Mix aus Eigen- und gehebelten Fremdkapital umfasst. Nach der Übernahme arbeitet der Fonds eng mit dem Management des Zielunternehmens zusammen.

PE-Investoren gehen bei einer Übernahme nach einen schon im vorhinein definierten klaren und eindeutigen Playbook (von Zukauf bis zu Exit) vor.


Value Creation Focus im PMI Prozess

„Value Creation“ im Zusammenhang mit einem Firmenkauf durch eine Private-Equity-Gesellschaft bezieht sich auf den Prozess und die Strategien, die eingesetzt werden, um den Wert des übernommenen Unternehmens zu steigern. Dies kann durch verschiedene Maßnahmen erfolgen, wie die Verbesserung der operativen Effizienz, die Umstrukturierung der Finanzen, die Erweiterung in neue Märkte oder Produktbereiche, die Stärkung des Managements und Teams, sowie die Implementierung von Wachstumsstrategien.
Ziel ist es, das Unternehmen effizienter, profitabler und wettbewerbsfähiger zu machen, um es später zu einem höheren Preis weiterverkaufen zu können.

-> Der 100-Tage-Plan

Bei einem Firmenkauf durch eine Private-Equity-Gesellschaft bezeichnet der „100-Tage-Plan“ einen detaillierten Aktionsplan, der in den ersten 100 Tagen nach der Übernahme umgesetzt wird, um schnelle, effektive Änderungen und Verbesserungen im erworbenen Unternehmen zu bewirken. Dieser Plan fokussiert sich auf strategische Initiativen, finanzielle Restrukturierung, operative Verbesserungen und organisatorische Umgestaltungen, um das Unternehmen auf den neuen Wachstums- und Wertsteigerungskurs zu bringen.

-> Corporate Governance

Verbesserung der Corporate Governance: Implementierung starker Governance-Strukturen und -Praktiken, um Compliance, Transparenz und eine effektive Unternehmensführung zu gewährleisten.

-> Fokus auf Wachstum

Fokus auf Wachstum und Innovation: Investition in Forschung und Entwicklung, um innovative Produkte zu schaffen und das Unternehmen in seiner Branche wettbewerbsfähiger zu machen.

-> Refinanzierung oder Leveraged Buyout (LBO)

Finanzielle Restrukturierung: Überprüfung und Anpassung der Kapitalstruktur des Unternehmens. Dies kann die Refinanzierung von Schulden, die Optimierung des Kapitaleinsatzes und die Verbesserung der Liquiditätsmanagementpraktiken umfassen.
Ergebnis ist typischerweise eine Fremdkapitalquote von 80 – 90 %, deren Zinsen zahlt das erworbene Unternehmen.

-> Management-Wechsel

Wenn das PE-Unternehmen Verbesserungspotenzial sieht oder der Meinung ist, dass ein Wechsel erforderlich ist, um die Unternehmensziele zu erreichen, kann es zu einem Austausch von Führungskräften kommen. Neue Manager, oft mit Erfahrung in Turnarounds oder Wachstumsstrategien, werden angeheuert,

-> Leistungsabhängige Anreize erhöhen

Unabhängig davon, ob das bestehende Management beibehalten oder neues Management eingestellt wird, werden oft leistungsabhängige Vergütungsstrukturen eingeführt, um die Ziele des Unternehmens und die der PE-Firma zu synchronisieren.

-> Bindung von Schlüsselpersonal (ESOP)

Um Schlüsselpersonal im Oberen Management zu halten (Ertragskraft Absicherung), setzen PE-Fonds oft auf Anreizsysteme wie Aktienoptionen, Bonusprogramme oder Earn-outs (Anteile des Unternehmens) oder ESOP (Employee Stock Ownership Plan). Diese Instrumente zielen darauf ab, die Interessen des Managements mit denen der Investoren zu synchronisieren und eine langfristige Bindung an das Unternehmen zu fördern.


„Buy and Build“ oder „Roll-Up“-Strategie

Die „Buy and Build“-Strategie, die von Private-Equity-Gesellschaften (PE) angewandt wird, ist ein Ansatz, der darauf abzielt, den Wert eines Portfoliounternehmens durch Akquisitionen und Konsolidierung in einem bestimmten Markt oder Sektor zu steigern. Hier ist eine detaillierte Erläuterung dieser Strategie:

-> Ersterwerb (Buy): Die Strategie beginnt mit dem Kauf eines Kernunternehmens, das als Plattform für weitere Akquisitionen dient. Dieses Unternehmen hat in der Regel bereits eine solide Marktposition, ein zuverlässiges Managementteam und klare Wachstumspotenziale.

->Weitere Akquisitionen (Build): Nach dem Erstkauf sucht die PE-Firma aktiv nach weiteren Akquisitionszielen, die in das Portfolio des Plattformunternehmens passen. Diese Zielunternehmen können ergänzende Produkte, Dienstleistungen oder Technologien bieten oder Zugang zu neuen Märkten oder Kunden eröffnen.

->Integration und Synergien: Die akquirierten Unternehmen werden in das Plattformunternehmen integriert, um betriebliche Effizienz, Kostensynergien und eine stärkere Marktposition zu erreichen. Dies beinhaltet die Harmonisierung von Prozessen, die Konsolidierung von Ressourcen und das Teilen von Best Practices.

-> Wertsteigerung: Durch diese Akquisitionen und Integrationen wird das Geschäft des Plattformunternehmens skaliert, was zu höheren Umsätzen, verbesserten Margen und einer stärkeren Wettbewerbsposition führt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Roll-Up-Strategie stärker auf die Konsolidierung und Integration von Unternehmen in einem spezifischen Marktsegment abzielt, während die Buy-and-Build-Strategie auf den Erwerb und das Wachstum eines Plattformunternehmens durch strategische Akquisitionen in verschiedenen Bereichen fokussiert ist.


Vorbereitung des Exits des PE-Fonds

PE-Fonds planen ihren Exit oft schon bei der Investition. Mögliche Exit-Strategien umfassen den Börsengang (IPO), den Verkauf an andere Unternehmen (Trade Sale) oder an andere PE-Fonds (Secondary Buyout). Der optimale Zeitpunkt hängt von Marktkonditionen und der Entwicklung des Unternehmens ab.

Ein Private-Equity-Unternehmen ist das Königsziel der erfolgreiche Börsengang, das von ihm in den zwei bis vier Jahren auf absolute effizient getrimmtes Unternehmen. Durch den IPO (wahrer Wert des Unternehmens, da liquide gehandelt) realisiert das PE-Unternehmen einen signifikanten Gewinn, indem es einen Teil seiner Anteile zu einer hohen Bewertung verkauft, während es gleichzeitig einen Teil seiner Anteile behält, um von der zukünftigen Wertsteigerung des nun börsennotierten Unternehmens zu profitieren.
Für das Unternehmen hat ein Börsengang den grossen Vorteil seine Fremdkapitalquote (Schulden) durch die Einnahmen des Börsengangs deutlich zu tilgen und somit wieder eine stabile Bilanz vorzuzeigen.


Vor- und Nachteile für das erworbene Unternehmen

Vorteile:

-> Zugang zu Kapital: PE-Investitionen können Unternehmen die finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen, die für Wachstum, Expansion oder Restrukturierung benötigt werden.

-> Management-Expertise: Private-Equity-Firmen bringen oft umfangreiche Managementerfahrung und Branchenkenntnisse mit, die zur Optimierung der Geschäftsprozesse und zur Steigerung der Effizienz beitragen können.

->Focus auf Wachstumsstrategie: Private-Equity-Firmen bringen einen klare Vision mit, wie das Unternehmen in 3 – 5 Jahren bzw. langfristig sich entwickeln soll. Dafür werden dann auch entsprechende Zukäufe und strategische Partnerschaften eingeplant.

-> Strategische Neuausrichtung: Oft helfen PE-Firmen, eine strategische Neuausrichtung vorzunehmen, die das Unternehmen wettbewerbsfähiger und profitabler macht.

-> Netzwerk und Kontakte: PE-Firmen verfügen häufig über ein breites Netzwerk an Kontakten und Partnerschaften, das dem Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten und Kooperationen eröffnen kann.

-> Operative Verbesserungen: Fokus auf operative Effizienz und Effektivität kann zu einer besseren Performance des Unternehmens führen. Es gibt keine „heiligen Kühe“ im Unternehmen. ROI (Return on Invest) stehen hier voll im Focus.

-> Potential Mitarbeiter: Aufgrund der überdurchschnittlichen Fluktuation des Stammmanagement / Keyplayer haben es oft junge Mitarbeiter leichter in Entscheider-/Fürhungspositionen befördert zu werden bzw. erhalten hohe Entscheidungskompetenz für Projekt

Nachteile:

-> Erhöhter Verschuldungsgrad: Der Übertrag erfolgt meist nach 1 – 2 Jahren um den kompletten bezahlten Kaufpreis + Nebenkosten an die übernommene Gesellschaft als „Dividenden Leveraged Recapitalization“ (gehebelte Rekapitalisierung) oder Fremdfinanzierung aus dem Unternehmen zu entnehmen.
Das finanzielle Risiko des Unternehmens steigt aufgrund Überschuldung signifikant, deshalb erhöht sich der Druck eines regelmässigen (Free)CasFlows um die hohe Zinslast der Kreditgeber zu tragen.
Bei einem dann deutlich schlechteren Kredit-Rating, erhöht sich zusätzlich das Riskiko bei einem steigendend Zinsumfeld, dass das Unternehmen bei einer wirtschaftlichen Krise schnell in Schieflage gerät. Nach einer Statistik in Amerika ist das Risiko in den nächsten 10 Jahren Pleite zu gehen 10 x höher (2 % zu 20 %) gegenüber nicht Finanzinvestor geführten Unternehmen.

-> Fokus auf kurzfristige max. EBITDA bzw. daraus folgend den Unternehmenswertes: PE-Firmen focusieren zu stark auf kurzfristige Gewinne, was zu Lasten langfristiger Investitionen und Strategien gehen kann. Financial Engineering ist hier das Zauberwort. Die Bilanz und dabei speziell das EBITDA muss möglichst während Investiotionszeit, gradliniges signifikant Wachstum abbilden.

-> Veränderungen in der Unternehmenskultur: Die Übernahme führt zu bedeutenden Veränderungen in der Unternehmenskultur, was bei den Mitarbeitern Unsicherheit und Unzufriedenheit hervorrufen kann.
Focus des Unternehmens liegt hier eindeutig auf Shareholder Value mit ValueCreation initiativen.

-> Zeitnahe Veräusserung von Nicht betriebsnotwendigen Vermögen und Konzentration auf Kerngeschäft: Der Investor hat einen klaren Plan beim Erwerb hinsichtlich des Verkaufs von Vermögenswerten, die nicht zentral für den zukünftigen Hauptgeschäftsbetrieb eines Unternehmens sind, oft um Liquidität zu erhöhen oder den Fokus auf das Kerngeschäft zu stärken. Das bedeutet Verkauf von Firmenteilen (Standorten), Grundstücken bzw. wenn lukrativ auch Betriebsgebäude (Sale & Lease Back).

-> Externe Beratung wissen es besser (Outside In Betrachtung) : Das ist ein Eldorado für Unternehmensberatungen im Hinblick auf Value Creation mit einer kurzfristigen Fokussierung. Das bedeutet sich auf schnelle Gewinnsteigerungen und Kostensenkungen (streamline the operations) zu konzentrieren, um den Unternehmensmultible zu steigern. Diese Perspektive kann jedoch zu Lasten langfristiger Investitionen wie Forschung und Entwicklung, Mitarbeiterentwicklung oder nachhaltige Geschäftspraktiken gehen. Dies kann zu internen Konflikten, Demotivation, hohe Kündigungswelle (beim heutigen War of Talents) der Mitarbeiter und einem Verlust von Schlüsselkompetenzen führen, was langfristig nachteilig für das Unternehmen sein kann.

-> Kostenreduzierung im indirekten Bereich: Um die Rentabilität auf Basis von Rentabilitätskennzahlen zu steigern, werden Kostensenkungsmaßnahmen und eng verfolgte Rationalisierunsprogramme wie bsp. Digitalisierungsprojekte, Restructuring oder Lean Management durchgeführt, die meist zu Entlassungen des langjährigen Stammpersonals, Outsourcing nach Niedriglohnländer oder reduzierten Budgets führen. Basis sind hier Unternehmenskennzahlen zu Wettbewerbern – aber hier natürlich auch nur die obere Vergleichsgruppe (TopTier).

-> Operational Performance Management im direkten Bereich: In diesem Kontext werden kennzahlengesteuerte (data driven) Programme zur Effizienz-, Produktivitätssteigerung und wenn nötig zur Verbesserung der Qualität eingeführt mit dem Ziel transparenz und streamline der Prozesse und Abläufe zu erreichen.

-> Motivation / Ansporn auf das Management: Das Management wird einem erhöhten Druck ausgesetzt sein, um die von der PE-Firma gesetzten „strecht target“ der finanziellen Ziele und den Umbau des Unternehmens in kürzester Zeit zu erreichen. Schnellere Hire & Fire Mentalität (Good-/Bad Leaver) mit Abfindungsangeboten der langjährigen Mitarbeiter macht sich im Unternehmen bei Misserfolg schnell breit. Hohe Arbeitslast (Extra Meile) für das verbleibende und neue (verdichtete) Managementstrukturen sind die Auswirkungen.

-> Gesellschaftliche Verantwortung: Es gibt klare Bedenken, dass PE-Firmen weniger Wert auf Corporate Social Responsibility legen, insbesondere in Bereichen wie Umweltschutz und soziale Belange. Mit ihrem Invest verfolgen ein PE ganz klar den kurzfristigen ShareHolder Value. Soziale- und langfristige Verantwortung und Wertefragen werden hier, auch auf Grund von schwacher gesetzlicher Regulierung, nicht unternommen.


Wichtigeste Begriffe kurz erklärt:


Multiple
: Das Multiple im Bereich Private Equity beschreibt das Verhältnis zwischen dem ursprünglichen Investitionsbetrag und dem aktuellen Unternehmenswert, um die Rendite zu bewerten.

IRR (Internal Rate of Return)
: Die IRR ist eine Finanzkennzahl in Private Equity, die die erwartete Rendite, des eingesetzten Eigenkapitals (ohne Fremdkapital) eines Investments darstellt, indem sie den Zinssatz angibt, bei dem der Netto-Barwert aller zukünftigen Cashflows gleich null ist.

Dividend Recapitalization
: Eine Strategie, bei der das gekaufte Unternehmen neue Schulden (Fremdkapital) aufnimmt, um außergewöhnliche Dividenden an seine Eigentümer, oft Private-Equity-Firmen, auszuschütten.

EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation, and Amortization): EBITDA ist eine finanzielle Kennzahl, die das operative Ergebnis eines Unternehmens vor Berücksichtigung von Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen darstellt. Es dient dazu, die Rentabilität und finanzielle Leistungsfähigkeit eines Unternehmens zu bewerten.

Cashflow: Der Cashflow repräsentiert den Zufluss und Abfluss von Bargeld in einem Unternehmen. Er umfasst Einnahmen, Ausgaben und Investitionen und ist ein entscheidender Indikator für die Liquidität und finanzielle Gesundheit eines Unternehmens.

Interest Rate (Zinssatz): Der Zinssatz ist der Prozentsatz, zu dem Geld geliehen oder angelegt wird. Er bestimmt die Kosten für Kredite oder die Rendite von Anlagen und beeinflusst wirtschaftliche Entscheidungen.

ESOP (Employee Stock Ownership Plan): Ein ESOP ist ein Mitarbeiterbeteiligungsplan, der es Mitarbeitern ermöglicht, Anteile am eigenen Unternehmen zu erwerben. Dies fördert die Mitarbeitermotivation und Bindung.

VSOP (Venture-Stage-Ownership Plan): Der Begriff VSOP ist weniger gebräuchlich und kann in verschiedenen Kontexten verwendet werden. In einigen Fällen könnte er sich auf ein spezielles Beteiligungsprogramm oder eine Eigentumsstruktur für Unternehmen in der Wachstums- oder Start-up-Phase beziehen, ist jedoch nicht so weit verbreitet wie ESOP.

NPV (Net Present Value): Der NPV ist eine finanzielle Kennzahl, die den heutigen Wert zukünftiger Cashflows unter Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes darstellt. Ein positiver NPV zeigt an, dass ein Investment voraussichtlich rentabel ist, während ein negativer NPV auf Verluste hinweist.

MOIC (Multiple on Invested Capital): Der MOIC ist eine finanzielle Kennzahl im Bereich Private Equity und Venture Capital. Er gibt an, wie das investierte Kapital im Verhältnis zum Gesamterlös aus einem Investment steht. Ein MOIC-Wert größer als 1 zeigt an, dass das Investment Gewinne erzielt hat, während ein Wert kleiner als 1 auf Verluste hinweist.

Exit-Strategie: Die Exit-Strategie ist der Plan, wie ein Private-Equity-Investor sein Investment am Ende der Beteiligungsperiode veräußern wird. Dies kann durch den Verkauf des Unternehmens, den Börsengang oder andere Mittel erfolgen.

Due Diligence: Due Diligence ist ein umfassender Prüfprozess, bei dem potenzielle Investoren die finanzielle, rechtliche und operative Gesundheit eines Zielunternehmens vor einer Investition sorgfältig überprüfen, um Risiken zu identifizieren und Chancen zu bewerten.

Leverage Buyout (LBO): Ein LBO ist eine Form der Unternehmensübernahme, bei der eine beträchtliche Verschuldung verwendet wird, um den Großteil des Kaufpreises zu finanzieren. Private-Equity-Fonds nutzen häufig LBOs, um Unternehmen zu erwerben und deren Wert zu steigern.

Gearing (Leverage): Gearing bezieht sich auf den Grad, in dem ein Unternehmen oder eine Investition Fremdkapital im Verhältnis zum Eigenkapital verwendet. Es dient dazu, die Rendite auf Eigenkapital zu steigern, birgt jedoch auch finanzielle Risiken. In Private Equity kann Gearing genutzt werden, um den Hebel für Investitionen zu erhöhen und potenzielle Renditen zu steigern.

Dry Powder: Dry Powder ist das verfügbare Kapital, das ein Private-Equity-Fonds zur Verfügung hat, um in neue Investitionen zu tätigen.

General Partner (GP): General Partner sind die Fondsmanager oder diejenigen, die den Fonds verwalten. Sie sind verantwortlich für die Investitionsentscheidungen und das Management des Fonds.

Limited Partner (LP): Limited Partner sind Investoren, die Geld in einen Private-Equity-Fonds einzahlen und in der Regel passive Investoren sind. Sie erhalten Gewinne aus den Investitionen des Fonds.

Carried Interest: Carried Interest ist der Anteil an den Gewinnen, den die General Partner eines Private-Equity-Fonds erhalten, typischerweise nachdem die LPs ihren Kapitaleinsatz zurückerhalten haben.

Roll-Up: Ein Roll-Up ist eine Strategie, bei der ein Private-Equity-Fonds mehrere Unternehmen in derselben Branche kauft und sie zu einem größeren Unternehmen zusammenführt, um Synergien und Wachstum zu erzielen.

Recycling: Recycling ist die Praxis, bereits zurückgezahltes Kapital aus Investitionen erneut in neue Investitionen innerhalb des Fonds zu stecken.

Story: In der Finanzwelt bezeichnet dies eine überzeugende Erzählung über das Potenzial und die Zukunftsaussichten eines Unternehmens, um Investoren und Käufer anzuziehen.

Hurdle Rate: Die Hurdle Rate ist der Mindestrenditesatz, den ein Private-Equity-Fonds erreichen muss, bevor die General Partner eine Erfolgsbeteiligung (Carried Interest) erhalten.

Commitment: Dies ist der Betrag, den ein Limited Partner einem Private-Equity-Fonds zugesagt hat, um in den Fonds zu investieren.

Public Market Equivalent (PME): Die PME ist eine Kennzahl, die die Rendite eines Private-Equity-Fonds im Vergleich zur Rendite eines breiten Aktienmarktindex misst.

Vintage Year: Das Vintage Year ist das Jahr, in dem ein Private-Equity-Fonds gegründet wurde und beginnt, in Unternehmen zu investieren.

Realized and Unrealized Gains: Diese Kennzahlen zeigen die tatsächlichen Gewinne aus bereits verkauften Investitionen (realized gains) und die noch unrealisierten Gewinne aus aktuellen Investitionen (unrealized gains).

Distributions and Contributions: Distributions sind Auszahlungen von Gewinnen an Limited Partner, während Contributions die Kapitaleinlagen der Limited Partner in den Fonds darstellen.

Secondary Market (Secondaries): Der Secondary Market ist ein Markt, auf dem bestehende Private-Equity-Beteiligungen zwischen Investoren gehandelt werden.

Mezzanine Financing: Dies ist eine Art von Finanzierung, die zwischen Eigenkapital und Fremdkapital liegt und oft in Form von Wandelanleihen oder nachrangigen Darlehen erfolgt.

Platform Company: Eine Plattformgesellschaft ist das erste Unternehmen, das von einem Private-Equity-Fonds erworben wird und oft als Ausgangspunkt für weitere Akquisitionen dient, um eine größere Unternehmensgruppe aufzubauen.

Bolt-On Acquisition: Dies ist eine Akquisition, bei der ein Private-Equity-geführtes Unternehmen ein anderes Unternehmen erwirbt und es in eine seiner bestehenden Tochtergesellschaften integriert, um Synergien und Wachstum zu erzielen.

Acquisition Multiple: Dies ist das Vielfache des EBITDA oder anderer finanzieller Kennzahlen, zu dem ein Unternehmen in einer Akquisition erworben wird.

Strategic Buyer: Ein strategischer Käufer ist ein Unternehmen, das eine Akquisition tätigt, um sein Kerngeschäft zu erweitern oder strategische Ziele zu erreichen, im Gegensatz zu reinen Finanzinvestoren wie Private-Equity-Fonds.

Letter of Intent (LOI): Ein LOI ist ein rechtlich nicht bindendes Dokument, das die Absicht eines Käufers zum Erwerb eines Unternehmens ausdrückt und die grundlegenden Bedingungen und Konditionen der Transaktion festlegt.

Operational Improvement: Dies bezieht sich auf die Bemühungen, die ein Private-Equity-Fonds unternimmt, um die operative Effizienz und Rentabilität eines Portfoliounternehmens zu steigern.

Cost Rationalization: Dies ist der Prozess der Identifizierung und Reduzierung von unnötigen Kosten in einem Unternehmen, um die Rentabilität zu steigern.

Management Incentive Plan: Ein Anreizplan für das Management, der darauf abzielt, die Interessen des Managements mit denen der Private-Equity-Investoren in Einklang zu bringen und die Wertschöpfung zu fördern.

Margin Expansion: Dies beschreibt die Erhöhung der Gewinnmarge eines Unternehmens durch effizientere Kostenkontrolle und/oder Preiserhöhungen.

IPO (Initial Public Offering): Ein Börsengang ist der Prozess, bei dem ein Unternehmen erstmals Aktien an der Börse öffentlich zum Handel anbietet.

Exit Multiples Expansion: Dies bezieht sich auf die Steigerung der Bewertung eines Portfoliounternehmens, die während der Haltezeit des Private-Equity-Fonds erfolgt und den Verkaufspreis steigert.

Exit Multiples: Dies sind die Vielfachen, zu denen ein Private-Equity-Fonds seine Beteiligung an einem Portfoliounternehmen verkauft, um Gewinne zu realisieren.

Shared Deal: Bei einem Shared Deal werden Anteile an einer Gesellschaft verkauft, wodurch der Käufer Teilhaber wird und in die bestehenden Rechtsbeziehungen eintritt. (Besser für Verkäufer, da weniger Aufwand)

Asset Deal: Ein Asset Deal beinhaltet den Kauf spezifischer Vermögenswerte eines Unternehmens, wobei der Käufer Flexibilität bei der Auswahl der zu übernehmenden Assets hat. (Besser für Käufer)

da Abschreibungsmöglichkeiten)

Im Private-Equity-Bereich wird oft auf das Fix-and-Flip-Modell gesetzt, bei dem Unternehmen durch eine aggressive Leveraging des Kaufpreises hoch verschuldet werden, um kurzfristige (3 -5 Jahre) Renditen zu maximieren – meist ohne langfristige Strategie oder soziale Verantwortung, was oft zu Stellenabbau, LowCost Verlagerung und einer rein gewinngetriebenen Restrukturierung führt.



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