
Ziel muss es sein: Verluste vermeiden und dafür auf Gewinne verzichten
Hier die wichtigsten Grundbegriffe im Optionshandel
Optionen sind flexible Finanzinstrumente, die es ermöglichen, auf steigende oder fallende Kurse zu setzen, Risiken abzusichern oder komplexe Handelsstrategien umzusetzen. Dieses Lexikon bietet eine kompakte Übersicht der wichtigsten Begriffe im Optionshandel, um ein besseres Verständnis der Fachsprache zu ermöglichen.
Bewährte Webseiten für den Optionshandel:
https://edition.cnn.com/markets/fear-and-greed
https://www.barchart.com/stocks/sectors/rankings
https://www.tastylive.com/concepts-strategies/
Hier noch sehr gute Youtuber die das komplexte Thema Optionshandel erklären:
Nicola Siebert
https://www.youtube.com/@Nicola-Siebert-Boerse-und-Co
Option4Winners
https://www.youtube.com/@options4winners
https://www.youtube.com/@EichhornCoaching
Bennett Heitjan
https://www.youtube.com/@bennettheitjan
Optionsstrategien (Jens Rabe)
https://www.youtube.com/@Optionshandel
Optionsuniversum
https://www.youtube.com/@optionsuniversum3528
Martin Hlouschek
https://www.youtube.com/@MartinHlouschekOptionstrader
Bennett Heitjan
https://www.youtube.com/@bennettheitjan
Einflussfaktoren auf den Wert von Optionen sind:
- Je näher der Strike am aktuellen Aktienkurs liegt
- Je länger die verbleibende Laufzeit ist
- Je höher die Volatilität ist
- Je höher der Basiszins ist
Grundbegriffe des Optionshandels
Long Call
- Du kaufst eine Call-Option.
- Recht, eine Aktie zu einem festen Preis zu kaufen.
- Du hoffst: der Kurs steigt → Gewinn.
Short Call
- Du verkaufst eine Call-Option.
- Verpflichtung, die Aktie zu liefern, wenn der Käufer will.
- Du hoffst: der Kurs bleibt gleich oder fällt → Gewinn ist die eingenommene Prämie.
- Risiko: theoretisch unbegrenzt.
Long Put
- Du kaufst eine Put-Option.
- Recht, eine Aktie zu einem festen Preis zu verkaufen.
- Du hoffst: der Kurs fällt → Gewinn.
Short Put
- Du verkaufst eine Put-Option.
- Verpflichtung, die Aktie zu kaufen, wenn der Käufer will.
- Du hoffst: der Kurs bleibt gleich oder steigt → Gewinn ist die eingenommene Prämie.
- Risiko: du musst die Aktie teuer kaufen, wenn sie stark fällt.
Merkhilfe (Eselsbrücke):
- Long = Recht, Short = Pflicht
- Call = kaufen, Put = verkaufen
Also:
- Long Call = Recht zu kaufen (Geld Kurs – Kosten)
- Short Call = Pflicht zu verkaufen (Brief Kurs – Einnahme)
- Long Put = Recht zu verkaufen (Geld Kurs – Kosten)
- Short Put = Pflicht zu kaufen (Brief Kurs – Einnahme)
Grundformen des Optionshandels als Payoff-Diagramme (am bsp. Strikepreis von 100)

Hier sind die vier Grundformen des Optionshandels als Payoff-Diagramme:
- Long Put (oben links) – Profit, wenn der Kurs fällt. (Beginnend mit neg. Betrag, da Prämie)
- Long Call (oben rechts) – Profit, wenn der Kurs steigt. (Beginnend mit neg. Betrag, da Prämie)
- Short Put (unten links) – Gewinn durch Prämieneinnahme, aber Verlustrisiko, wenn der Kurs stark fällt. (Beginnend mit pos. Betrag, da Prämie als Stillhalter)
- Short Call (unten rechts) – Gewinn durch Prämieneinnahme, aber unbegrenztes Verlustrisiko bei steigendem Kurs. (Beginnend mit pos. Betrag, da Prämie als Stillhalter)
1 % Regel für das Optionsdepot
Die 1%-Regel für das Optionsdepot ist eine Risikomanagement-Regel, die besagt, dass ein Trader pro Trade maximal 1 % seines gesamten Depotwerts riskieren sollte. Sie dient dazu, Verluste zu begrenzen und das Depot vor großen Einbrüchen zu schützen.
- 1 % von 100.000 € = 1.000 €. Das ist der maximale Verlust, den du bei einem einzigen Trade riskierst.
Warum ist die 1%-Regel sinnvoll?
- Begrenzung von Drawdowns: Selbst bei einer Serie von Verlust-Trades bleibt das Depot relativ stabil. Beispiel: 10 Verlust-Trades à 1 % reduzieren das Depot nur um 10 %, nicht um 50 % oder mehr.
- Emotionale Kontrolle: Das Risiko bleibt kalkulierbar, und Trader vermeiden impulsive Entscheidungen.
- Langfristiger Erfolg: Die Regel sorgt dafür, dass ein Trader auch nach Verlustphasen genügend Kapital hat, um weiterzuhandeln.
Moneyness (ITM/ATM/OTM)

- Intrinsic Value (Innerer Wert)
Der Wert einer Option, wenn sie „im Geld“ ist (In-the-Money). - Time Value (Zeitwert)
Der Teil des Optionspreises, der nicht durch den inneren Wert gedeckt ist und durch die Restlaufzeit bestimmt wird. - In-the-Money (ITM, Im Geld)
Eine Call-Option ist ITM, wenn der Marktpreis des Basiswerts über dem Strike liegt; eine Put-Option, wenn er darunter liegt. - Out-of-the-Money (OTM, Aus dem Geld)
Eine Call-Option ist OTM, wenn der Marktpreis des Basiswerts unter dem Strike liegt; eine Put-Option, wenn er darüber liegt. - At-the-Money (ATM, Am Geld)
Wenn der Marktpreis des Basiswerts dem Strike entspricht.
Die wichtigsten Griechen beim Optionshandel

- Delta (Delta)
Ein griechischer Buchstabe, der angibt, wie stark sich der Preis einer Option ändert, wenn sich der Preis des Basiswerts um eine Einheit ändert. - Gamma (Gamma)
Misst die Veränderung des Delta, wenn sich der Preis des Basiswerts ändert. - Theta (Theta)
Misst den Zeitwertverlust einer Option pro Tag. - Vega (Vega)
Gibt an, wie stark der Preis einer Option auf Änderungen der Volatilität des Basiswerts reagiert. - Rho (Rho)
Misst die Sensitivität des Optionspreises gegenüber Zinsänderungen.
Box-Spread – Rechner
Lexikon der 70 wichtigsten Begriffe im Optionshandel (Deutsch & Englisch)
- Option (Option)
Ein Finanzinstrument, das dem Käufer das Recht, aber nicht die Verpflichtung gibt, einen Basiswert zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). - Call Option (Call-Option)
Ein Kontrakt, der dem Käufer das Recht gibt, einen Basiswert zu einem bestimmten Preis zu kaufen. - Put Option (Put-Option)
Ein Kontrakt, der dem Käufer das Recht gibt, einen Basiswert zu einem bestimmten Preis zu verkaufen. - Strike Price (Ausübungspreis)
Der Preis, zu dem der Basiswert gekauft oder verkauft werden kann. - Premium (Optionsprämie)
Der Preis, den der Käufer für eine Option zahlt. - Expiration Date (Verfallsdatum)
Das Datum, an dem eine Option ausläuft. - Underlying Asset (Basiswert)
Das Finanzinstrument, auf dem eine Option basiert, z. B. Aktien, ETFs oder Indizes. - Implied Volatility (Implizite Volatilität)
Die vom Markt erwartete Schwankungsbreite des Basiswerts. - Historical Volatility (Historische Volatilität)
Die tatsächlich gemessene Schwankungsbreite des Basiswerts in der Vergangenheit. - Bid Price (Geldkurs)
Der Preis, den ein Käufer bereit ist zu zahlen. - Ask Price (Briefkurs)
Der Preis, den ein Verkäufer verlangt. - Spread (Spread)
Die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs. - Open Interest (Offenes Interesse)
Die Anzahl der offenen Kontrakte für eine bestimmte Option. - Volume (Volumen)
Die Anzahl der gehandelten Kontrakte innerhalb eines bestimmten Zeitraums. - Long Position (Long-Position)
Der Kauf einer Option, in der Hoffnung, dass deren Wert steigt. - Short Position (Short-Position)
Das Schreiben (Verkaufen) einer Option, in der Hoffnung, dass deren Wert sinkt. - Covered Call (Covered Call)
Eine Strategie, bei der eine Call-Option verkauft wird, während der Basiswert gehalten wird. - Naked Option (Ungedeckte Option)
Der Verkauf einer Option ohne Absicherung durch den Basiswert. - Straddle (Straddle)
Eine Strategie, bei der gleichzeitig ein Call und ein Put mit demselben Strike und Verfallsdatum gekauft werden. - Strangle (Strangle)
Der Kauf eines Call und eines Put mit unterschiedlichen Strikes, aber gleichem Verfallsdatum. - Butterfly Spread (Butterfly-Spread)
Eine Optionsstrategie, die aus drei Strikes besteht und begrenzte Risiken und Gewinne bietet. - Iron Condor (Iron Condor)
Eine Optionsstrategie, die zwei Spreads kombiniert und von niedriger Volatilität profitiert. - Exercise (Ausübung)
Das Ausübungsrecht einer Option durch den Käufer. - Assignment (Zuweisung)
Die Verpflichtung des Optionsverkäufers, den Basiswert zu liefern oder abzunehmen. - Margin Requirement (Margin-Anforderung)
Die Sicherheitsleistung, die beim Schreiben von Optionen hinterlegt werden muss. - Hedge (Hedge)
Eine Strategie zur Absicherung gegen Verluste. - Leverage (Hebelwirkung)
Die Möglichkeit, mit geringem Kapitaleinsatz große Positionen zu kontrollieren. - European Option (Europäische Option)
Eine Option, die nur am Verfallsdatum ausgeübt werden kann. - American Option (Amerikanische Option)
Eine Option, die jederzeit bis zum Verfallsdatum ausgeübt werden kann. - Expiration Cycle (Verfallszyklus)
Der Rhythmus, in dem Optionen verfallen (monatlich, wöchentlich, täglich). - Cash Settlement (Barausgleich)
Eine Abrechnung, bei der kein physischer Basiswert geliefert wird, sondern der Wert in bar ausgeglichen wird. - Physical Delivery (Physische Lieferung)
Die tatsächliche Übergabe des Basiswerts bei Ausübung. - Synthetic Position (Synthetische Position)
Eine Position, die durch die Kombination von Optionen nachgeahmt wird. - Delta Neutral (Delta-Neutral)
Eine Strategie, bei der das Gesamtdelta einer Position auf Null gesetzt wird. - Risk Reversal (Risk-Reversal)
Eine Strategie, bei der eine OTM-Call gekauft und eine OTM-Put verkauft wird (oder umgekehrt). - Roll (Rollen)
Die Verschiebung einer Optionsposition auf einen späteren Verfallstermin. - Protective Put (Schutz-Put)
Der Kauf eines Puts zur Absicherung einer bestehenden Long-Position im Basiswert. - Implied Probability (Implizite Wahrscheinlichkeit)
Die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Preisniveaus basierend auf der impliziten Volatilität. - Liquidity (Liquidität)
Das Maß, wie einfach eine Option gekauft oder verkauft werden kann. - Break-Even Point (Gewinnschwelle)
Der Kurs des Basiswerts, bei dem eine Optionsposition weder Gewinn noch Verlust macht. - Stop-Loss Order (Stop-Loss-Order)
Eine Order, um Verluste zu begrenzen, indem ein Verkauf bei einem bestimmten Preis ausgelöst wird. - Trailing Stop (Nachziehender Stop)
Eine Order, die dynamisch mit dem Kursverlauf angepasst wird, um Gewinne zu sichern. - Iron Butterfly (Iron Butterfly)
Eine komplexe Optionsstrategie, die ähnlich wie der Iron Condor ist, aber engere Spreads verwendet. - Calendar Spread (Kalender-Spread)
Der Kauf und Verkauf von Optionen mit demselben Strike, aber unterschiedlichen Verfallsdaten. - Diagonal Spread (Diagonal-Spread)
Eine Strategie, die Optionen mit unterschiedlichen Strikes und Verfallsdaten kombiniert. - Box Spread (Box-Spread)
Eine Arbitragestrategie, die aus einem Bull Call Spread und einem Bear Put Spread besteht. - Ratio Spread (Ratio-Spread)
Eine Strategie, bei der mehr Optionen verkauft als gekauft werden. - Collar (Collar)
Eine Strategie, bei der ein Schutz-Put und ein Covered-Call kombiniert werden. - Payoff Diagram (Auszahlungsdiagramm)
Eine grafische Darstellung der potenziellen Gewinne und Verluste einer Optionsstrategie. - Risk-Reward Ratio (Risiko-Rendite-Verhältnis)
Ein Verhältnis, das das potenzielle Risiko im Vergleich zur potenziellen Rendite bewertet. - Short Squeeze (Short Squeeze)
Eine Situation, in der Short-Seller gezwungen sind, ihre Positionen zu schließen, was zu schnellen Kursanstiegen führt. - Market Maker (Marktmacher)
Ein Unternehmen oder eine Person, die kontinuierlich Geld- und Briefkurse stellt, um Liquidität bereitzustellen. - Over-the-Counter (OTC, Außerbörslich)
Der Handel mit Optionen direkt zwischen Parteien, ohne dass eine Börse eingeschaltet ist. - Exercise Price (Ausübungspreis)
Ein Synonym für den Strike-Preis. - Theta Decay (Theta-Verfall)
Der Verlust des Zeitwerts einer Option, je näher das Verfallsdatum rückt. - Gamma Scalping (Gamma-Trading)
Eine Strategie, bei der von Schwankungen des Basiswerts profitiert wird, indem Positionen dynamisch angepasst werden. - Covered Put (Covered Put)
Eine Strategie, bei der eine Put-Option verkauft wird, während eine Short-Position im Basiswert gehalten wird. - Unwind (Auflösung)
Das Schließen einer Optionsposition durch eine Gegenposition. - Volatility Smile (Volatilitäts-Smile)
Ein Muster, bei dem Optionen mit stark abweichenden Strikes höhere implizite Volatilitäten haben. - Pin Risk (Pin-Risiko)
Das Risiko, dass der Basiswert genau am Strike-Preis schließt, was zu Unsicherheiten bei der Abwicklung führt. - LEAPS (Long-Term Equity Anticipation Securities)
Langfristige Optionen mit einer Laufzeit von mehr als 1 Jahr, oft bis zu 2–3 Jahren. Sie ermöglichen es Anlegern, von langfristigen Kursbewegungen zu profitieren oder sich langfristig gegen Risiken abzusichern. - Moneyness
beschreibt im Optionshandel, ob eine Option im Geld (ITM), am Geld (ATM) oder aus dem Geld (OTM) ist, abhängig davon, wie der Strike-Preis im Verhältnis zum aktuellen Kurs des Basiswerts steht. - High probability trades
sind Handelsstrategien oder -entscheidungen, die auf einer sorgfältigen Analyse basieren und statistisch eine hohe Wahrscheinlichkeit haben, profitabel zu sein. - Contango
beim VIX bedeutet, dass spätere VIX-Futures teurer sind als nähere. Dies passiert in ruhigen Märkten, da die Volatilität in der Zukunft höher erwartet wird, was Rollverluste verursacht. - Backwardation
beim VIX bedeutet, dass spätere VIX-Futures günstiger sind als nähere. Dies tritt in volatilen Märkten auf, wenn hohe aktuelle Volatilität erwartet wird, später aber ein Rückgang prognostiziert ist. - Fear and Greed Index
misst die Marktstimmung (Skala 0–100) basierend auf Angst (fallende Kurse) und Gier (steigende Kurse), analysiert Faktoren wie Volatilität, Marktbreite und Nachfrage nach sicheren Anlagen. - Equity Risk Premium (ERP)
ist die zusätzliche Rendite, die Anleger für das Halten von Aktien im Vergleich zu risikofreien Anlagen (z. B. Staatsanleihen) erwarten. Es wird als Differenz zwischen der erwarteten Aktienmarktrendite und dem risikofreien Zinssatz berechnet und kompensiert Investoren für das höhere Risiko von Aktieninvestments. - Market Maker
ist ein Finanzinstitut oder Händler, der kontinuierlich Kauf- und Verkaufspreise für Wertpapiere oder Optionen stellt, um die Marktliquidität sicherzustellen und den Handel effizient zu ermöglichen. - Gamma Squeeze
ist eine schnelle, selbstverstärkende Kursrallye (bsp. Gamestopp oder VW), die entsteht, wenn Market Maker zur Absicherung von verkauften Call-Optionen immer mehr Aktien kaufen müssen, wodurch der Kurs weiter ansteigt. - Teenie-Option
ist eine weit aus dem Geld liegende Option mit sehr niedrigem Preis (wenige Cent) und geringem Delta, die eine geringe Wahrscheinlichkeit hat, ins Geld zu laufen, aber potenziell hohe Renditen bieten kann.

